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	<title>Manuel Rodriguez&#039;s Blog</title>
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		<title>Neues von der Mindstorms-Front</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2012/01/19/neues-von-der-mindstorms-front/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich bereits einige Blog-Artikel &#252;ber Lego Mindstorms verfasst habe (ok, es waren nur 2) ist ein wenig Ruhe eingekehrt und ich habe mich eher passiv mit dem Roboterkit aus D&#228;nemark besch&#228;ftigt. Das bedeutet, ich habe weniger mit Mindstorms gespielt, &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/19/neues-von-der-mindstorms-front/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=665&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<p>Nachdem ich bereits einige Blog-Artikel &uuml;ber Lego Mindstorms verfasst habe (ok, es waren nur 2) ist ein wenig Ruhe eingekehrt und ich habe mich eher passiv mit dem Roboterkit aus D&auml;nemark besch&auml;ftigt. Das bedeutet, ich habe weniger mit Mindstorms gespielt, als vielmehr mir Anregungen in der Industrie geholt, um das Thema Roboter auf einer abstrakteren Ebene behandeln zu k&ouml;nnen. Und diese Strategie hat sich ausgezahlt, wie ich im Folgenden zu zeigen versuche.</strong></p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><UL><LI><A HREF="#section_1">* 1: Pick and Place</A><LI><A HREF="#section_2">* 2: Fehlschl&auml;ge in der Robotik</A><LI><A HREF="#section_3">* 2.1: Mobile Roboter als Fanatismus</A><LI><A HREF="#section_4">* 2.2: Bricklayer Robot</A><LI><A HREF="#section_5">* 2.3: Hardware vs. Software</A><LI><A HREF="#section_6">* 3: Tiere als Vorbild</A><LI><A HREF="#section_7">* 4: Pessimismus ohne Grenzen</A><LI><A HREF="#section_8">* 5: Mindstorms lernen</A><LI><A HREF="#section_9">* 6: Der kulturelle Leistungsbegriff</A><LI><A HREF="#section_10">* 7: Literatur</A></UL></p>
<p>Die Literatur zu Mindstorms (damit ich meine die reich bebilderten englischen Standardwerke) dreht sich &uuml;berwiegend um den Bau von Robotern, und dabei speziell um tierf&ouml;rmige Roboter. Der Baukasten wird also daf&uuml;r verwendet, Hornissen, Ameisen oder Spinnen nachzubauen. Damit orientieren sich die Autoren an der Biomechanik, also der Adaption nat&uuml;rlicher Verhaltensweisen durch Technologie. Das Ziel d&uuml;rfte wohl darin bestehen, ein bisschen was mit KI zu machen.
</p>
<p>Meiner Ansicht f&uuml;hrt dieser Ansatz in die falsche Richtung. Warum? Weil damit haupts&auml;chlich das literarische Vorbild des Roboters befriedigt wird, nicht jedoch das technisch machbare. Der Ansatz des humanoiden oder tierischen Roboters f&uuml;hrt nur zu Robotoerhunden wie Aibo oder zu Laufrobotern wie Asimo von Honda, was auch in klein auf der Mindstorms-Verpackung abgebildet ist. Sowas macht sich vielleicht gut als Kinderspiel, f&uuml;r ernsthafte industrielle Anwendungen ist dieses Konstruktionsprinzip jedoch nicht zu gebrauchen.
</p>
<p>Die technische Variante eines Vogels (der D&uuml;senjet) schl&auml;gt ja auch nicht mit den Fl&uuml;geln, sondern bewegt sich vollkommen anders durch die Luft. Dadurch ist er seinem biologischen Vorbild haushoch &uuml;berlegen. Der schnellste Vogel der Welt, der Wanderfalke, kommt auf eine Maximalgeschwindigkeit von lediglich 300 km/h [1], das schnellste Flugzeug hingegen, die X-43 A erreichte im Jahr 2004 beachtliche 9,6 fache Schallgeschwindigkeit [2]. Das Ziel d&uuml;rfte also sein, Maschinen zu bauen, die besser als Tiere sind.
</p>
<p>Auch ich habe ein bisschen recherchiert und fand die am weitesten fortschrittliche Maschine, welche derzeit in der Industrie eingesetzt wird, unter dem Namen &#8222;Best&uuml;ckungsmachine&#8220;. Sie dient dazu, SMD-Platinen mit Bauteilen auszustatten. D.h. aus vielen kleinen Einzelteilen baut so ein Ger&auml;t ein fertiges Motherboard, was wiederum jedes Gamer-Herz h&ouml;her schlagen l&auml;sst. Im Gegensatz zur landl&auml;ufigen Meinung erfolgt die Produktion von Motherboards inzwischen in menschenleeren Fabriken, d.h. menschliche Arbeit ist daf&uuml;r keine mehr n&ouml;tig. Und so ein Best&uuml;ckungsautomat hat keinerlei &Auml;hnlichkeit mit einem Androiden aus Star Trek sondern viel eher mit einem &uuml;bergro&szlig;en Drucker. Es ist im Grunde ein Plotter, der einen Best&uuml;ckkopf besitzt, um Bauteile anzusaugen und kontrolliert abzusetzen. Mit diesem Aufbau kann man eine effiziente Produktion durchf&uuml;hren. Wenn alles reibungslos klappt, kommen die fertigen Platinen wie aus einer Druckerpresse im Sekundentakt aus der Fertigungsstra&szlig;e.
</p>
<p>Kurzum, klassische Roboter haben sich in der Elektronikfertigung nicht bew&auml;hrt. Frei gelagerte Gelenke, die &Auml;hnlichkeiten mit einer Armprothese haben, sind viel zu ungenau, um damit maximalen Output zu erzeugen. Mit plotter&auml;hnlichen Ger&auml;tschaften kann hingegen eine viel h&ouml;here Leistung erreicht werden.
</p>
<h3><a name="section_1">* 1: Pick and Place</a></h3>
<p>Die wahrscheinlich am weitesten entwickelten Automaten hei&szlig;en Pick and Place Best&uuml;ckungsautomaten. Das sind Ger&auml;te, die Kleinteile aus einer Zuf&uuml;hrung (Feeder) aufnehmen und auf einer Hauptplatine montieren. Im einfachsten Fall besteht die Zuf&uuml;hrung aus getrennten Kammern: in Feeder 1 sind die CPUs, in Feeder 2 die Dioden und in Feeder 3 die Etiketten.
</p>
<p>Um den Schwierigkeitsgrad zu erh&ouml;hen, gibt es Pick and Place Automaten, die sogar Sch&uuml;ttgut als Input verarbeiten k&ouml;nnen. Hierbei sind alle Kleinteile in einer gro&szlig;en Spielzeugkiste bunt gemischt durcheinandergew&uuml;rfelt. Der Automat muss zun&auml;chst mittels Kamera erst mal das richtige Teil ausfindig machen. Auch hier gilt: Wenn die Maschine fehlerfrei arbeitet, ist sie weitaus schneller als ein Mensch. Sie &uuml;bertrifft menschliche Intelligenz und menschliche Fingerfertigkeit bei weitem.
</p>
<p>Es mag vielleicht ganz nett sein, einen humanoiden oder tier&auml;hnlichen Roboter zu besitzen (bzw. so einen aus Mindstorms nachzubauen). Der k&ouml;nnte dann ein Spielkamerad sein &#8230; Aber effizient ist sowas nicht gerade. Besser man versucht gar nicht erst, menschen&auml;hnliche Roboter nachzubauen sondern orientiert sich am bew&auml;hrten Plotterdesign: d.h. eine X-Schiene und eine Y-Schiene. Dann noch ein Multifunktionskopf darauf befestigt und schon ist die Universalbest&uuml;ckungsmaschine fertig. Diesem Ger&auml;t kann man dann lustige Tiernamen verpassen. Einige Pick&amp;Place Systeme aus der Industrie hei&szlig;en tats&auml;chlich Chicken, Skorpion, Tiger oder Cobra. Obwohl sie &uuml;berhaupt nicht so aussehen wie ein Huhn, sondern eher dessen Funktion imitieren bzw. &uuml;bertreffen.
</p>
<p>Unter dem Stichwort &#8222;Mindstorms Gantry Robot&#8220; gibt es bei Youtube eine Vielzahl von Beispielen f&uuml;r effiziente Maschinen. Meist sehen die Aufbauten wenig spektakul&auml;r aus, ist doch eine Achsensteuerung die einfachste M&ouml;glichkeit einen Punkt in den Raumkoordinaten anzusteuern. Man darf sich aber davon nicht t&auml;uschen lassen. In der Industrie sind es gerade diese Maschinen, die richtig viel wegarbeiten k&ouml;nnen. Da geht es nicht um irgendwelche KI-Schei&szlig;e (Motto &#8222;Hilfe, mein Roboter hat ein eigenes Bewusstsein und kann denken&#8220;), sondern es geht einfach nur darum, pro Stunde 100 Bauteile an die richtige Stelle zu bef&ouml;rdern, um ein Produkt zu fertigen. Deshalb glaube ich, dass der Portalroboter die bessere Ausgangsbasis ist, um mit Lego Mindstorms eigene Experimente anzustellen.
</p>
<p>Kombiniert man einen Portalroboter mit einem F&ouml;rderband, erh&auml;lt man eine schicke kleine Produktionsstra&szlig;e um alles M&ouml;gliche zu best&uuml;cken: Pralinen in Schachteln verpacken, Etiketten auf Kartons kleben oder Zigarren in Schachteln stecken.
</p>
<h3><a name="section_2">* 2: Fehlschl&auml;ge in der Robotik</a></h3>
<p>Im Jahr 1774 stellten die Uhrmacher Jaquet-Droz ihren schreibenden Androiden vor. Dieser war einem Menschen nachempfunden und sah aus wie eine Puppe (sogar mit Gesicht und Lippenstift). Der Androide konnte einen Federkelch in Tinte tauchen und damit etwas aufschreiben. Das mag vielleicht ganz am&uuml;sant gewesen sein, f&uuml;r die Robotik war es jedoch ein R&uuml;ckschlag. Heute (einige Jahrhunderte sp&auml;ter) wissen wir auch warum. Sogenannte Schreibroboter sehen keineswegs so aus wie die Jaquet-Droz Androiden, sondern sie sind die Weiterentwicklung der Druckerpresse. Das Designprinzip ist eben nicht dem Menschen nachempfunden, sondern so ein moderner Matrixdrucker arbeitet mit einem beweglichen Schlitten und einer Walze. Niemand k&auml;me ernsthaft auf die Idee, einem Nadeldrucker ein Gesicht anmalen zu wollen. Und trotzdem &auml;hnelt er funktionell einem Schreiber: Man kann mit Druckern in sehr kurzer Zeit komplette B&uuml;cher erstellen.
</p>
<p>Selbst mit moderner Technologie d&uuml;rfte es schwierig sein, einen Schreib-Androiden zu bauen. Theoretisch w&auml;re dies als Prinzip vielleicht denkbar. Praxistauglich w&auml;ren diese Ger&auml;te nicht. Jeder Noname Tintenstrahldrucker schafft bessere Resultate, als eine Maschine, die einer menschlichen Hand nachempfunden ist. Kurzum: Die Natur ist ein schlechtes Vorbild f&uuml;r leistungsf&auml;hige / denkende Maschinen.
</p>
<p>All die Androiden, Schreitroboter und Insektoiden aus Star Wars, Terminator oder Star Trek sehen zwar toll aus, und manche finden es cool mit Battletech-Maschinen rumzulaufen, aber sie sind nur deswegen so interessant, weil sie eine alternative Welt darstellen. Terminator ist nicht die Zukunft der Robotik, sondern eine Alternativwelt. In dieser sehen die Maschinen wie menschliche Skelette aus und d&uuml;rften energietechnisch ein &auml;hnlicher Fehlschlag sein wie die Jaquet-Droz Droiden. In der Welt von Terminator II braucht man keine Angst mehr vor den Robotern zu haben, weil sie bauartbedingt sehr ineffizient arbeiten. Wie schnell kann sich denn ein funktionsf&auml;higer Mecha &uuml;ber das Schlachtfeld bewegen? Vielleicht 10 km/h? Richtige Kriegsmaschinen sind das nicht, denn diese h&auml;tten Panzerketten und R&auml;der. Diese Antriebsarten sind wesentlich leistungsf&auml;higer als irgendwelche mechanischen Beine.
</p>
<p>Man darf sich in den Maschinen nicht t&auml;uschen: sie sehen vielleicht anders aus als wir Menschen, erf&uuml;llen aber die gleichen Funktionen. Nur weil ein Tintenstrahldrucker keine Arme hat, hei&szlig;t das nicht, dass er niemanden wegrationalisieren k&ouml;nnte. Und nur weil eine Taktstra&szlig;e keine H&auml;nde hat, hei&szlig;t das nicht, dass sie ungeschickt w&auml;re.
</p>
<h3><a name="section_3">* 2.1: Mobile Roboter als Fanatismus</a></h3>
<p>Die Avantgarde der Mindstorms Community d&uuml;rften wohl die internationalen Wettbewerbe sein. First Lego League und andere sportliche Herausforderungen sollen vor allem Jugendliche zu H&ouml;chstleistungen im Roboterbau motivieren. Bemerkenswerterweise gehen die Juroren immer davon aus, dass die gestellten Aufgaben mittels mobiler Roboter gel&ouml;st werden. D.h. ein auto&auml;hnliches Fahrzeug, das sich auf einem Spielfeld programmgesteuert bewegt. Diese Ideologie, ich w&uuml;rde sie im Folgenden als Fanatismus bezeichnen wollen, geht soweit, dass mobile Roboter sogar dort eingesetzt werden, wo sie eigentlich nur die zweitbeste L&ouml;sung f&uuml;r ein Problem sind. Zum Beispiel findet sich im Regelwerk [6] auf Seite 12 die Aufgabenstellung, einen Best&uuml;ckungsroboter zu bauen. Dieser soll &uuml;ber ein Spielfeld fahren und dort verschiedene Gegenst&auml;nde wie Dioden oder Widerstand entsprechend den abgebildeten Symbolen ablegen. D.h. die Aufgabenstellung ist eine typische Pick&amp;Place Aufgabe.
</p>
<p>Bemerkenswerterweise kommt dieses Problem in der Industrie sehr h&auml;ufig vor und wird dort ausnahmslos nicht mit mobilen Robotern, sondern mit plotter&auml;hnlichen Best&uuml;ckungsautomaten erledigt. Das hat Gr&uuml;nde. Warum werden die Nachwuchsroboterbauer gezwungen, eine g&auml;nzlich andere L&ouml;sung zu erfinden? Ich habe mal ein wenig weiter recherchiert und konnte im gesamten First Lego League Universum keine einzige Aufgabe finden, die mittels Portalroboter (also Plotterkonstruktionen) gel&ouml;st wurde. Obwohl die meisten Aufgaben dazu geradezu pr&auml;destiniert w&auml;hren. Es gibt daf&uuml;r zwei m&ouml;gliche Erkl&auml;rungen:
</p>
<ol>
<li>Portalroboter (auch als station&auml;re Automaten bekannt) sind nicht so leistungsf&auml;hig. Dann w&auml;re fast die gesamte Elektronikproduktion im Grunde in einer Sackgasse.
  </li>
<li>Oder aber, und das halte ich f&uuml;r die richtige Erkl&auml;rung, bei den Mindstorms-Wettbewerben sitzen in der Jury nur ein Haufen Vollidioten, die man mit Spielzeugautos, krabbelnden Spinnen oder anderen beweglichen Ged&ouml;ns mehr beeindrucken kann, als mit funktionierender Technik.
</li>
</ol>
<p>Offenbar werden Plotter gemeinhin nicht als Roboter angesehen, und schon gar nicht als intelligente Maschinen. So werden in der K&uuml;nstlichen Intelligenz ausnahmslos bewegliche Greifarme oder autonome Fahrzeuge betrachtet, aber keine Portalkr&auml;ne.
</p>
<h3><a name="section_4">* 2.2: Bricklayer Robot</a></h3>
<p>Die vielleicht sch&ouml;nste Anwendungsaufgabe f&uuml;r einen vollautomatischen Roboter d&uuml;rfte wohl das Mauern sein, oder wie es im englischen hei&szlig;t, &#8222;bricklayer robot&#8220;. Nicht dass ich unbedingt ein Fan der angloamerikanischen Ausdrucksweise w&auml;re, jedoch findet sich so auf Youtube leichter der passende Lehrfilm. Und tats&auml;chlich auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dOlOMYmpcE4">http://www.youtube.com/watch?v=dOlOMYmpcE4</a> wird man f&uuml;ndig. Es ist ein kleines Mondfahrzeug mit 4 R&auml;dern zu sehen, das &uuml;ber ein aufmontierten Greifarm verf&uuml;gt. Zuerst nimmt der Roboter einen handels&uuml;blichen Mauerstein auf und f&auml;hrt damit dann zum Einsatzort um ihn passend abzusetzen.
</p>
<p>Das Ganze sieht noch etwas hackelig aus, und soll wohl ein Forschungsprojekt sein. Motto: Wenn das Mal eines Tages serienreif ist, wird das die Bauindustrie revolutionieren. (Eben der ganze Quatsch von der K&uuml;nstlichen Intelligenz).
</p>
<p>Ich erw&auml;hne den automatischen Maurer explizit im Kapitel &#8222;Fehlschl&auml;ge in der Robotik&#8220;, weil auch dieses Modell ein Irrweg ist. So wird ganz sicher kein Mauer-Roboter arbeiten. Das f&auml;ngt schon damit an, dass das Mondauto vermutlich &uuml;ber eine Elektrobatterie angetrieben wird, die gerade mal so lange Saft hatte, wie das Youtube-Video lang war (exakt 3 Minuten). Au&szlig;erdem muss das Auto eine komplexe Navigation beherrschen, um zwischen den Steinen und der hochzuziehenden Mauer zu navigieren. Insgesamt erinnert das doch arg an ein Technikspielzeug ohne praktischen Wert.
</p>
<p>Meiner Ansicht nach gibt es f&uuml;r das Problem &#8222;Mauern&#8220; nur eine sinnvolle L&ouml;sung. Und zwar braucht man zwingend einen Fl&auml;chenportalroboter. Das hei&szlig;t, die Maschine schwebt quasi &uuml;ber der Baustelle und kann jeden Ort mittels der Achsen ansteuern. Die Energieversorgung w&auml;re so sichergestellt und kompliziertes Navigieren zwischen Hindernissen wird unn&ouml;tig. Die L&ouml;sung w&auml;re im Grunde eine &uuml;berdimensionale Best&uuml;ckungsmaschine, die ein Mauerwerk drucken kann.
</p>
<p>Warum an sowas nicht geforscht wird, d&uuml;rfte damit zusammenh&auml;ngen, dass so ein Portalroboter nicht unbedingt als K&uuml;nstliche Intelligenz angesehen wird, sondern eher als Werkzeug &#8230;
</p>
<p>Weil auf Baustellen oftmals gro&szlig;e Entfernungen zu &uuml;berbr&uuml;cken sind, empfiehlt sich der Einsatz eines Kabelkran-Roboters (cable crane robot for bricklaying).
</p>
<h3><a name="section_5">* 2.3: Hardware vs. Software</a></h3>
<p>Ich bin aufgewachsen mit dem Paradigma, dass K&uuml;nstliche Intelligenz ein reines Softwareproblem sei. Das Gef&auml;hrt, auf dem die intelligenten Programme dann laufen w&uuml;rden, w&auml;re schon vorhanden es m&uuml;sse eben nur richtig programmiert werden. Meist beginnt KI dann auch mit einem Greifarm oder einem Elektroauto, dass jetzt bittesch&ouml;n intelligent gemacht werden solle.
</p>
<p>Die Wahrheit ist freilich die, dass meist die Hardware das einzige Problem war und die Software nebenbei entsteht. Wer schon mit irgendwelchen SKARA-Systemen (Greifarm) anf&auml;ngt, wird niemals auf gescheite Software zu sprechen kommen. Denn die grunds&auml;tzliche Designentscheidung war bereits ein Fehler.
</p>
<p>Als Beispiel daf&uuml;r, wie wichtig die Hardware ist, soll mal ein handels&uuml;blicher Drucker herhalten. Dieser hat die Aufgabe, eine Seite Papier mit Buchstaben zu versehen und das ganze in m&ouml;glichst hoher Geschwindigkeit. Die daf&uuml;r n&ouml;tige Technologie (z.B. Nadeldruck, Laser oder Tintenstrahl) wird ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Hardware definiert. Die Software zum Betrieb des Ger&auml;tes bleibt unver&auml;ndert (Postscript + Hardwaredruckertreiber). Kein ernsthafter Wissenschaftler k&auml;me auf die absurde Idee, f&uuml;r einen Drucker eine K&uuml;nstliche Intelligenz zu entwerfen. Was sollte so ein Programm auch mehr k&ouml;nnen, als es bisherige Drucker auch k&ouml;nnen? Den Druckkopf hin- und herbewegen oder vielleicht den Seitenvorschub? Lachhaft, daf&uuml;r braucht es keine KI, sondern ein guter Druckertreiber. Ich will damit ausdr&uuml;cken, dass moderne Office-Drucker bereits Advanced Technology sind und nicht erst in Zukunft &uuml;ber KI leistungsf&auml;higer gemacht werden zu brauchen.
</p>
<p>Stattdessen ist es so, dass K&uuml;nstliche Intelligenz soetwas wie eine Alternativ-Welt-Erz&auml;hlung darstellt. Ein Drucker mit eingebauter KI erledigt vermutlich die gestellte Aufgabe (eine Seite vollschreiben) auf g&auml;nzlich andere Art und Weise, und zwar so dass es irgendwie cool aussieht, sich aber wegen mangelnder Effizienz nicht durchgesetzt hat. Eben ein Steam-Punk Drucker oder ein Battletech-Drucker. Vorstellbar w&auml;re z.B. ein komplizierter Greifarm anstatt eines Druckkopfes. Sowas k&ouml;nnte man gut in einen Fantasy-Roman einbauen.
</p>
<p>Ich greife das Beispiel eines Druckers mit Bedacht auf, weil es daf&uuml;r heutzutage sehr gute L&ouml;sungen gibt, die sich in jedem Haushalt durchgesetzt haben. Es ist deswegen keine KI, weil KI eben das ist, was sich nicht durchgesetzt hat. Also Zahnradkonstruktionen, dampfgetriebene Lochkartendrucker oder Mecha-Roboter die auf Grundlage von freier Energie sich fortbewegen. KI ist ein anderes Wort daf&uuml;r, &#8222;wir bauen ineffiziente Maschine mit k&uuml;nstlerischem Anspruch&#8220;. Und deswegen wird KI immer nur ein Schattendasein f&uuml;hren. Diese &#8222;Wissenschaft&#8220; ist von vornherein auf Alternativwelt ausgelegt, strebt also eine technisch sinnvolle L&ouml;sung &uuml;berhaupt nicht an.
</p>
<p>Was sind denn die Versprechungen von K&uuml;nstlicher Intelligenz? Meist geht es darum, irgendwelche Arbeiten durch Maschinen erledigen zu lassen. Angefangen vom Sehen, weiter &uuml;ber das Bauen, dann Fahren, Einpacken, Auspacken, Best&uuml;cken, K&uuml;he melken. Schlichtweg eigentlich alles, was heute noch der Mensch macht sollen eines Tages Roboter &uuml;bernehmen. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass es f&uuml;r all diese Aufgaben l&auml;ngst technisch anspruchsvolle L&ouml;sungen existieren. Diese Ger&auml;te hei&szlig;en nicht unbedingt Roboter, sondern sind meist einfach nur Werkzeuge, Flie&szlig;b&auml;nder oder Fr&auml;smaschinen &#8212; erf&uuml;llen aber die o.g. Aufgaben besser als es ein Mensch je k&ouml;nnte. Versuchen sie doch mal einen Wettbewerb gegen eine Maschine zu gewinnen bei der Aufgabe &#8222;Brot schneiden&#8220;. Es tritt an: einmal der Mensch mit einem Brotschneidemesser, gegen eine Brotschneidemaschine. Die Aufgabe lautet, wer in k&uuml;rzerer Zeit die besseren Brotscheiben erstellt. Gewonnen hat nat&uuml;rlich die Maschine. Vermutlich deshalb, weil in so einer Brotschneidemaschine keinerlei KI verbaut worden ist &#8230;
</p>
<p>Eine KI-basierte Brotschneidemaschine w&auml;re nach meiner Definition wesentlich langsamer als der Mensch. Und sie w&uuml;rde auch nur suboptimal arbeiten, beispielsweise &uuml;ber komplizierte Hebelmechanik um so eine Alternative zur rotierenden S&auml;ge vorweisen zu k&ouml;nnen. Und vermutlich w&auml;re die Software in LISP programmiert mit irgendwelchen genetischen Algorithmen, wodurch so ein Apparat bei jeder Benutzung ein bisschen besser wird. Im Grunde ist das alles jedoch nur ein Haufen Quatsch und ist einer ernsthaften Wissenschaft unw&uuml;rdig.
</p>
<h3><a name="section_6">* 3: Tiere als Vorbild</a></h3>
<p>Warum in der Roboterforschung oftmals Tiere oder gar der Mensch als Vorbild genommen werden, hat etwas mit christlichen Glauben zu tun, wonach die Natur bzw. Gott die besten L&ouml;sungen findet. Der Mensch als Gottes Ebenbild ist demnach perfekt. Dies kann man getrost als Dummheit von ungebildeten Bauern bezeichnen und ist f&uuml;r eine ernsthafte Wissenschaft unw&uuml;rdig.
</p>
<p>Schauen wir uns dochmal die armseligen Gesch&ouml;pfe an, die die Natur hervorgebracht hat. Da f&auml;llt mir nat&uuml;rlich der Hai ein, als K&ouml;nig der Fische. Der Hai geh&ouml;rt zur Gruppe der Raubfische und ern&auml;hrt sich ausschlie&szlig;lich von anderen Fischen, die er zun&auml;chst fangen muss. Durch seinen Killerinstinkt ist er optimal an den nat&uuml;rlichen Lebensraum, das Meer angepasst. Soweit zumindest die sehr besch&ouml;nigende Darstellung aus dem Biologieunterricht. Und wie viel Fische kann so ein Hai pro Tag fangen? Zwanzig / Drei&szlig;ig? Keine Ahnung, jedenfalls nicht sehr viel. Mit einem altmodischen Fischkutter und einem ordentlichen Treibnetz kann man wesentlich mehr Fische fangen, als es ein Hai je k&ouml;nnte.
</p>
<p>Es macht schlichtweg keinen Sinn, den Hai als Vorbild zu nehmen um einen Roboterfisch zu konstruieren der Fische f&auml;ngt. Das ist vielleicht machbar aber unsinnig. Man k&ouml;nnte auch sagen: Ein Hai hat schlichtweg keine Ahnung vom Fischfang, sonst w&uuml;rde er es &auml;hnlich machen wie die Profis: ein engmaschiges Netz am Meeresgrund ausbreiten und dann zusammenziehen. So aber sind Haie nichts weiter als blutjunge Anf&auml;nger, die vielleicht mit viel Hingabe an ihre Lebensaufgabe den einen oder anderen Fang machen, aber niemals zu H&ouml;herem imstande sind.
</p>
<p>Auch an Land sieht es nicht viel besser aus mit der Evolution. Angeblich ist dort der L&ouml;we der K&ouml;nig der Tiere. Dieser ern&auml;hrt sich von kleineren Tieren wie beispielsweise Mini-Zebras oder Antilopenbabys. Auch der L&ouml;we wird gemeinhin als perfekt an seinen Lebensraum angepasst beschrieben. Seine F&auml;higkeiten zum Anpirschen und zum Erlegen der Beute gelten als un&uuml;bertroffen. Aber was ist ein L&ouml;we im Vergleich zu einer ordentlichen gusseiserne Falle mit einem K&ouml;der? So eine Falle ist wegen der qualvollen Schmerzen, die sie bereitet vermutlich in Deutschland illegal, aber das &auml;ndert, nichts an ihrer Wirksamkeit. Wenn man zwei Dutzend von Gro&szlig;wildfallen in der Savanne aufstellt, hat man in k&uuml;rzester fast alles erlegt, was vier Beine hat. Die Bilanz gegen&uuml;ber den Jagdqualit&auml;ten eines L&ouml;wen ist &uuml;berw&auml;ltigend eindeutig: Die gusseiserne Falle hat klar gewonnen. Sie kann wesentlich mehr Wild in k&uuml;rzerer Zeit erlegen, als es ein ach so angepasster L&ouml;we je zu tr&auml;umen vermag. Kurzum: Ein L&ouml;we hat keine Ahnung von der Jagd und Gott war vermutlich ein lausiger Sch&ouml;pfer, als er solche Trottel ersonnen haben mag.
</p>
<p>Emotional anstrengend war es f&uuml;r mich, die Youtube-Resultate zu der Suche &#8222;meat roboter&#8220; auszuwerten. Meat hei&szlig;t auf Englisch Fleisch und meint vollautomatische Maschinen, um beispielsweise bei Schweinen die Hufe abzuschneiden. Der Produktionsprozess erfolgt auch hier &auml;u&szlig;erst effizient und man k&ouml;nnte sagen, dass so ein FANUC oder KUKA Modell ziemlich viel Ahnung von aggressivem Vorgehen gegen&uuml;ber schw&auml;cheren Lebewesen besitzt. Im Gegensatz zur manuellen Fleischproduktion erledigen Roboter die gestellten Aufgaben weitaus schneller.
</p>
<p>Man sollte sich bewusstmachen, welche verantwortungsvolle Aufgabe so ein Schlachterroboter besitzt. Der hat ein &auml;u&szlig;erst scharfes Messer zur Verf&uuml;gung und schnippelt damit an totem Fleisch herum. Wenn so eine Maschine falsch programmiert wird, dann helfe uns Gott &#8230;
</p>
<p>Interessant ist auch ein &Uuml;berblick &uuml;ber die gesamte tierische Prozesskette: Zuerst werden durch Futterautomaten die Rinder und Schweine gem&auml;stet. Zwischendurch kann die Kuh den Melkroboter aufsuchen. Dann findet die Schlachtung und das Ausweiden statt (ebenfalls vollautomatisch). Und die Verpackung in Supermarkt-taugliche Einheiten &uuml;bernehmen ebenfalls Maschinen. Theoretisch kann so eine Taktstra&szlig;e jede beliebige Fleischsorte verarbeiten: H&uuml;hner, Rinder, Hunde, Affen, Meerschweinchen usw. Je nach Kundenwunsch &#8230;
</p>
<h3><a name="section_7">* 4: Pessimismus ohne Grenzen</a></h3>
<p>Angesichts der bisher angef&uuml;hrten Beispiele bez&uuml;glich des (erfolgreichen) Einsatzes von Automaten f&uuml;r die Leiterplattenbest&uuml;ckung oder der Nahrungsproduktion stellt sich nat&uuml;rlich die Frage: Wo bleibt der Mensch? Wenn so eine Rumpelmaschine aus den fr&uuml;hen 1990&#8242;er schon 10000 Bauelemente pro Stunde aufl&ouml;ten konnte, dann stellt sich die Frage nach der prinzipiellen Machbarkeit von vollautomatischen Fabriken gar nicht mehr.
</p>
<p>Klassischerweise steht ein ganz anderes Problem im Kernpunkt der Betrachtung der k&uuml;nstlichen Intelligenz. Ausgangsbasis ist meist eine arbeitsintensive Fabrik, die mittels Wissenschaft (speziell mittels Computerwissenschaft) verbessert werden soll. Die KI untersucht beispielsweise die Fragestellung, welche Arbeitsabl&auml;ufe vom Menschen auf die Maschine &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen, und wo es noch Forschungsbedarf gibt. Scheinbar ist die Fiktion der Abwesenheit von Automaten systembildend f&uuml;r die KI. Dabei ist das Problem der prinzipiellen Automatiserbarkeit von menschlicher Arbeit schon l&auml;ngst gel&ouml;st. Ab wann genau, kann ich nicht sagen, aber vermutlich mit Einf&uuml;hrung der Mikroelektronik seit Anfang der 1980er wurden die Taktstra&szlig;en massiv mittels vollautomatischer Produktionsweise umgebaut.
</p>
<p>Heute stellt sich &uuml;berhaupt nicht mehr die Frage, ob irgendwas automatisiert werden kann, sondern es stellt sich die Frage, was der Mensch in den Fabriken &uuml;berhaupt noch zu erledigen hat. Was will der Arbeiter in der Fleischfabrik, wenn eine automatische S&auml;ge die Schweineh&auml;lfte zerteilt? Will der Mensch vielleicht den Aufpasser spielen? Oder ist seine Anwesenheit gar gewerkschaftlich legitimiert?
</p>
<p>Inwieweit menschliche Arbeit f&uuml;r die Aufrechterhaltung der Produktion, des Handels oder der Finanzdienstleistungen in der modernen Arbeitsgesellschaft n&ouml;tig ist, sieht man daran, wenn gestreikt wird. Dann beschlie&szlig;en einige wenige die Arbeit einzustellen und k&ouml;nnen trotz aller Technologie die Produktion stillstehen lassen. So ein Streik ist immer eine hervorragende Gelegenheit zu erfahren, welche Bereiche der Produktion offensichtlich noch der menschlichen Kontrolle unterliegen und welche eben nicht.
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<p>Wie l&auml;cherlich ein Streik im Grunde ist, zeigt sich, wenn wir uns eine kleine Mini-Firma vorstellen versuchen. Diese besteht aus einem Laserdrucker und einem menschlichen Bediener. Die Firma erwirtschaftet Gewinn dadurch, dass sie B&uuml;cher auf dem Laserdrucker ausdruckt. Wenn alles reibungslos funktioniert, dann schafft der Laserprinter pro Minute ca. 10 Seiten A4 auszudrucken. Nat&uuml;rlich nur solange, wie gen&uuml;gend Papier im Schacht ist, der Toner ausreichend gef&uuml;llt ist und kein Defekt vorliegt. Angenommen, der menschliche Bediener kommt jetzt auf die absurde Idee, er w&uuml;rde nicht ausreichend entlohnt und boykottiert die Firma durch Arbeitsniederlegung. Der Papierschacht hat nur einen kleinen Puffer, dann ist er leer. Und ohne Nachschub bleibt der Drucker stehen.
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<p>Nun stellt sich nat&uuml;rlich die Frage: Wer tr&auml;gt die meiste Arbeitslast in der Firma? Ist der Automat oder der Mensch entbehrlich? Ich w&uuml;rde sagen, im Zweifel ist nat&uuml;rlich der Mensch entbehrlich. Weil es vorstellbar w&auml;re, eine Maschine zu konstruieren, die auch alleine den Papiernachschub organisiert. Unvorstellbar ist jedoch, dass ein Mensch ohne Maschine pro Minute 10 Bl&auml;tter bedrucken k&ouml;nnte.
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<p>Kurzum, der Arbeitsaufwand um einen Drucker am Laufen zu halten ist verschwindend gering. Heutige Automaten sind so konstruiert, dass sie auch von Hauptsch&uuml;lern bedient werden k&ouml;nnen. Dazu passt, dass in den meisten Fabriken Frauen an den Best&uuml;ckungsautomaten eingesetzt werden. Und zwar ausschlie&szlig;lich gering qualifizierte Frauen. In einem Paper &uuml;ber die Elektroindustrie habe ich mal gelesen, dass die durchschnittliche Anlernzeit f&uuml;r einen Arbeitsplatz in der Elektrofertigung bei gerade einmal 6 Monaten liegt. Und das halte ich noch stark f&uuml;r &uuml;bertrieben. Die meiste Zeit geht vermutlich nicht wegen der technischen Feinheiten drauf, sondern weil die Pausen so stressig sind und das ganze drum herum den Lernfortschritt eher behindert.
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<p>Ich will damit sagen, dass Arbeiten und insbesondere die hochproduktive Arbeit eine sehr einfache Sache ist. Man braucht dazu weder Geist noch Muskelkraft. Weil Arbeit &uuml;berhaupt nicht dem Menschen zu eigen ist, sondern sich ausschlie&szlig;lich in seinen Werkzeugen manifestiert. Mag sein, dass nicht jedermann einen Industrieroboter zu Hause hat, um damit Motherboards f&uuml;r den freien Markt zu fertigen. Aber auch wenn man Arbeit im Lowtech-Bereich betrachtet, ergibt sich ein &auml;hnliches Bild. Die simpelste Form von produktiver Arbeit d&uuml;rfte wohl die Nahrungsbeschaffung sein. Weil Essen muss jeder &#8230; Und dazu eignen sich Tierfallen au&szlig;erordentlich gut. Es gibt verschiedene Modelle: die einfachste Form f&uuml;r gro&szlig;e Tiere ist das Loch. Dann gibt es noch komplexere Formen wie eine Schlinge, das Fangeisen oder den K&auml;fig. F&uuml;r all die verschiedenen Fallen ist nat&uuml;rlich ein menschlicher Bediener notwendig. Und nat&uuml;rlich muss er in die vorschriftsm&auml;&szlig;ige Handhabung eingewiesen werden. Allerdings d&uuml;rften selbst unqualifizierte Fallensteller das Prinzip in kurzer Zeit verstanden haben und k&ouml;nnen dann bereits produktiv t&auml;tig werden.
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<p>Weil das B&uuml;rgertum so verliebt in permanentes Wachstum ist will ich damit gleich mal den Einstieg wagen. Ausgangspunkt ist nat&uuml;rlich, wie immer, dass man selbst arm, mittellos und mit einem hungrigen Bauch ist. Jetzt hei&szlig;t es nat&uuml;rlich sparen, sich weiterbilden und versuchen den sozialen Aufstieg hinzubekommen. Das erste St&uuml;ck Fleisch f&auml;ngst du nat&uuml;rlich nicht selbst, sondern musst daf&uuml;r betteln. Frag einfach die Passanten nach einer milden Gabe und mit viel M&uuml;he bekommst du vielleicht einen toten Vogel minderer Qualit&auml;t. An dieser Stelle kommt gleich die wichtigste b&uuml;rgerliche Tugend, der Konsumverzicht, ins Spiel und deshalb darfst du den Vogel keineswegs selbst essen sondern verstaust ihn unter deiner Kleidung. Damit gehst du in den Wald und buddelst mit den blo&szlig;en H&auml;nden eine kleine Fallgrube. Dar&uuml;ber einige &Auml;ste verteilt und den toten Vogel obendrauf gelegt. Wenn du jetzt die Nacht abwartest, wirst du am n&auml;chsten Morgen in der Grube mit etwas Gl&uuml;ck einen verirrten Fuchs finden, der in die Falle getapst ist. Der Fuchs wiederum dient nun als K&ouml;der f&uuml;r die n&auml;chste Falle, und diesmal kannst du einen ausgewachsenen B&auml;ren fangen. Der wiederum dient als K&ouml;der f&uuml;r eine Dinosaurierfalle. Und an dieser Stelle muss das ausgebuddelte Loch vermutlich ziemlich gro&szlig; sein. Und ab jetzt wirst du nie wieder Hunger leiden m&uuml;ssen. Von dem Dinosaurier schneidest du einige Fleischst&uuml;cken ab, und verteilst diese als K&ouml;der an ganz viele Fallen. Du bist jetzt stolzer Besitzer einer Fallenfarm und hast jede Nacht 10 neue Dinos gefangen. Diese kannst du nun am Markt verkaufen und von dem Erl&ouml;s Arbeiter einstellen, die deine Fallen betreuen. Und so geht die gesunde Geldgier seinen nat&uuml;rlichen Lauf und in sehr kurzer Zeit wirst du zum absoluten Fleischmagnaten aufsteigen.
</p>
<p>Um die Fallen noch effizienter zu gestalten, kannst du deine Fallenfarm mit einem gro&szlig;en Zaun umfrieden und die Falle so in einen Brutkasten verwandeln. Du ermunterst die gefangenen Tiere also dazu, sich zu vermehren und z&uuml;chtest so eine bescheidene Dino-Herde heran.
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<p>Pers&ouml;nlichen Anteil an deinem Erfolg hattest du selbst nat&uuml;rlich nicht, sondern es war der Verdienst des Werkzeuges &#8222;Falle&#8220;, das den m&auml;rchenhaften Ruhm einbrachte. Solange du nicht vor lauter Eifer die Dinosaurier ausrottest, wirst du nie wieder hungern m&uuml;ssen. So eine Falle funktioniert nach einem verl&auml;sslichen Prinzip: In der D&auml;mmerung legst du ein Kadaver als K&ouml;der aus, und am n&auml;chsten Morgen befindet sich in der Grube ein ausgewachsener T-Rex, den du aus sicherer Distanz t&ouml;ten kannst. Dabei kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Man braucht noch Nichtmal einen Jagdschein oder ein Gewehr daf&uuml;r. Und wie man aus einem gefangenen Tier einen leckeren Braten zubereitet, brauche ich dir ja nicht zu erl&auml;utern. Du schneidest einfach ein gro&szlig;es saftiges St&uuml;ck Dinosaurierbrust heraus, h&auml;lst das &uuml;ber ein Feuerchen und nach einer Weile ist das St&uuml;ck gar. Als Beilage sind Kartoffeln ganz gut oder vielleicht auch Karotten &#8230; Auf alle F&auml;lle war f&uuml;r dieses Festmahl zu keiner Zeit eine Anstrengung oder ernsthafte Arbeit erforderlich. Man muss weder stundenlang durch den Wald jagen, noch muss man eine Wildererschule besucht haben, um sich den Wanzt vollzuschlagen.
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<p>Und so wie man Dinosaurier f&auml;ngt, kann man alle anderen menschlichen Bed&uuml;rfnisse ebenfalls erf&uuml;llen. Den Bau eines Hauses, die Fortbewegung &uuml;ber weite Strecken bis hin zur Fertigung von Versace-Handtaschen. Jedesmal arbeitet nicht der Mensch, sondern die von ihm erdachten Ger&auml;tschaften. Sicherlich, man kann die Produktion auch manuell erlegen. Beispielsweise kann man einen T-Rex auch mit einem Speer fangen, man kann ein Haus auch ohne Betonmischer bauen und man kann Lederwaren auch ohne Maschinen fertigen. Nur dauern die n&ouml;tigen Arbeitsschritte dann um ein vielfaches l&auml;nger und es ist besonderes Geschick erforderlich. Vielfach wird aus didaktischen Gr&uuml;nden auf die technische Unterst&uuml;tzung komplett verzichtet. Beispielsweise ist es im Christentum sehr verbreitet, den Wert der Arbeit hochzuhalten und deswegen alles mit den eigenen H&auml;nden zu erledigen. Das faktisch verf&uuml;gbare Schlaraffenland passt nicht gut in das Weltbild von verbr&auml;mten Gl&auml;ubigen.
</p>
<p>Dieses Weltbild basiert darauf, dass man sich vom Dieb abzugrenzen versucht. Der Fallensteller gilt als Wilderer, der Viehbauer hingegen als ehrlicher Arbeiter. Obwohl beide im Grunde dasselbe tun. Aber dem Fallensteller haftet der Ruf an, er w&uuml;rde an der Natur schmarotzen. Angeblich sei er ein Schmarotzer und sch&auml;dige den Wald. Das ist nat&uuml;rlich Bl&ouml;dsinn. Vielmehr ist es so, dass ein Viehbauer nur eine h&ouml;her entwickelte Form des Fallenstellers ist, und nicht etwas g&auml;nzlich anderes. Und so ist es auch mit anderen Berufen. Es gibt einerseits nat&uuml;rlich den Handtaschendieb, der Versace Produkte direkt in der Fabrik klaut um sie anschlie&szlig;end auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Diese Handlungsweise wird als unethisch betrachtet. Wenn man hingegen das Klauen professionalisiert wird aus dem Handtaschendieb ein Logistikkonzern, der die Handtaschen im Werk abholt, um sie an den Einzelhandel auszuliefern. Das gilt dann als ehrbarer Handelskaufmann.
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<p>Ein Dieb wird manchmal auch als R&auml;uber bezeichnet. Er unterzeichnet sich vom Fallensteller dadurch, dass er dort beginnt, wo das Tier bereits in der Falle ist. Der R&auml;uber klaut das Tier aus dem K&auml;fig und bef&ouml;rdert es woanders hin (meist zu einem illegalen Pelzmarkt). Wenn ein R&auml;uber in maritimen Gefilden t&auml;tig wird, spricht man auch vom Piraten. Und das organisierte R&auml;ubern (also die Logistik) wird als Piratenpartei bezeichnet. Dort schlie&szlig;en sich Kaufleute zusammen, die gutb&uuml;rgerliche aus&uuml;ben, sich aber in Bescheidenheit &uuml;ben und sich selbst als Illegale bezeichnen.
</p>
<p>Interessanterweise ist zur Organisation einer R&auml;uberbande das gleiche Know-how erforderlich wie auch bei Transportunternehmen. Man ben&ouml;tigt zum eigentlichen Diebstahl der Tiere aus den Fallen nat&uuml;rlich Werkzeug. Mindestens ein paar gute Handschuhe, damit man sich nicht verletzt und ein Ger&auml;t um evtl. Sicherheitsschl&ouml;sser zu entfernen (einen Schl&uuml;ssel). Und dann m&uuml;ssen die gestohlenen Tiere auf einen Bollerwagen verladen werden und dieser wird dann durch den Wald gezogen. F&uuml;r all diese T&auml;tigkeiten braucht es gutes / verl&auml;ssliches R&auml;uberpersonal. Und dann braucht man nat&uuml;rlich noch eine Stra&szlig;enkarte um den schnellsten Weg zum Zielort auszukundschaften. Auch vor Wildh&uuml;tern muss man sich in acht nehmen (daf&uuml;r braucht man eine Reihe von Kundschaftern). Stellt man das R&auml;uberwesen auf eine professionelle Ebene erh&auml;lt man eine Post-Mafia, die gefangene Tiere aus Wildfallen klaut um sich an einem geheimen Ort zu sammeln.
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<p>Der Ort, wo das Diebesgut verstaut wird, hei&szlig;t R&auml;uberh&ouml;hle. Die Webseite findet sich auf http://www.r&auml;uber-h&ouml;hle.de
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<p>Dort finden sich Secondhand-Bekleidung, die flei&szlig;ige R&auml;uber irgendwo zusammengeklaubt haben.
</p>
<h3><a name="section_8">* 5: Mindstorms lernen</a></h3>
<p>Wenn man als Einsteiger sich das erste Mal einen Lego Baukasten kauft, hat man nat&uuml;rlich bestimmte Erwartungen. Zumindest ich hatte die Bef&uuml;rchtung, wielange die Batterien reichen w&uuml;rden und ob ich nicht gleich auf Akkus umsteigen sollte. In der Praxis erwei&szlig;t sich die Angst um die Batterielebensdauer als unn&ouml;tig, da die meiste Spielzeit ohnehin nicht in direkter Interaktion mit dem Ger&auml;t drauf geht, sondern im Sichten von Fachliteratur besteht. Klar, ab und an muss man nat&uuml;rlich echte Modelle zusammenbauen und die ein bisschen fahrenlassen. Tats&auml;chlich ist es jedoch so, dass man dabei am wenigsten lernt.
</p>
<p>Die meiste Zeit verbringt man also nicht mit dem 8547 Set sondern mit Google und Youtube. Weil es eben mitunter mehrere Stunden dauern kann, bis man ein neues Modell zusammengesteckt hat, will man nat&uuml;rlich m&ouml;glichst wenig Selbst bauen. Im Netz gibt es sch&auml;tzungsweise 2000 verschiedene Bauanleitungen, die kann man mit viel Zeitaufwand maximal alle als PDF mal durchbl&auml;ttern aber nicht mit den eigenen Steinen nachbauen.
</p>
<p>Im Grunde bedarf es zun&auml;chst eines mehrj&auml;hrigen theoretischen Unterrichts, bevor man mit Mindstorms tats&auml;chlich etwas bauen sollte. Es kann also durchaus sein, dass man im zarten Alter von 10 Jahren so ein Set geschenkt bekommt und erst mit 15 seinen ersten Roboter baut.
</p>
<p>Aber ich will Lego nicht schlecht machen, so ein anfassbarer Baukasten ist immernoch besser als gar kein Spielzeug&#8230;
</p>
<h3><a name="section_9">* 6: Der kulturelle Leistungsbegriff</a></h3>
<p>Menschliche Leistungskraft wird meist haushoch &uuml;bersch&uuml;tzt. Der Mensch sieht sich als einzigartig und un&uuml;bertroffen an. Anstatt wirklich seine Arbeit zu bewerten, orientiert er sich an kultureller Tradition und entzieht Leistung so einem objektivem Ma&szlig;stab. Beispielsweise wird im Comicfilm &#8222;Werner beinhart&#8220; die T&auml;tigkeit auf einer Baustelle dargestellt. Zu sehen sind klassische Handwerker, die mit einem Bauhelm auf dem Rohbau herumlaufen um dort zu mauern, Heizungsrohre zu verlegen oder einfach nur in der Pause Skat zu spielen. Auf diese Weise wird ein M&auml;rchen &uuml;ber menschliche Arbeitskraft erz&auml;hlt.
</p>
<p>Die Wahrheit ist jedoch, dass Arbeit (insbesondere die auf einer Baustelle) ausschlie&szlig;lich den Naturgesetzen gehorcht und absolut nichts mit Tradition zu tun hat. Und so kommt es auch, dass das Mauern einer Wand keineswegs eine Anlernt&auml;tigkeit darstellt, sondern vor allem eine Umwandlung von Energie in Materie ist. Du steckst z.B. 100 Watt in das Heben eines Steines und daf&uuml;r gelangt der Stein dann von der Schubkarre in die Mauer auf den richtigen Platz. Noch mal steckst du 10 Watt in das Heben der Maurerkeller und wiederum landet der M&ouml;rtel an der richtigen Stelle. Die T&auml;tigkeit des Mauerns besteht also darin, Energie m&ouml;glichst so umzusetzen, dass dabei eine stabile Wohnungswand entsteht. Und mit diesem Energiebegriff sieht die Bilanz eines menschlichen Arbeiters schon wesentlich armseliger aus. Die meisten Handwerker behaupten von sich, sie k&ouml;nnten an einem Tag richtig viel wegschaffen, denn keiner bewertet ihre Leistung. Sie vergleichen sich vielleicht mit ihren Kollegen und sehen, wie schnell doch das Haus w&auml;chst. Daraus folgern sie dann, sie h&auml;tten den Kern der Arbeit verstanden&#8230;
</p>
<p>Um ein wenig Objektivit&auml;t in menschliches Versagen zu bringen, lohnt der Blick auf den Kalorienverbrauch eines typischen vollausgebildeten Handwerkers. Dieser setzt sich zusammen aus einem Grundumsatz von rund 2000 Kilokalorien pro Tag plus 4000 Kilokalorien f&uuml;r 10 Stunden Schwerstarbeit auf der Baustelle. So zumindest die Angaben nach <a href="http://www.apotheken-umschau.de/kalorienrechner">http://www.apotheken-umschau.de/kalorienrechner</a>
</p>
<p>Jedes physikalische System funktioniert so, dass maximal die hineingesteckte Energie auch wieder abgegeben wird. Wenn man den Bauarbeiter also mit 4000 Kilokalorien f&uuml;ttert, dann vermag er nur eine Leistung in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung zu erbringen. (Ach so, der Grundumsatz geht als Verlustleistung in die Rechnung mit ein, das verbraucht man in den Pausen, bei der Anfahrt und beim Schlafen).
</p>
<p>Die ben&ouml;tigten 4000 Kilokalorien pro Tag sind auf die Arbeitszeit bezogen 4000/10 Stunden also 400 Kilokalorien pro Stunde. Das sind umgerechnet 465 Watt oder 0,62 PS die der Arbeiter leisten kann. Wohlgemerkt, konstant &uuml;ber 10 Stunden auf dem Bau hinweg, wenn er mit vollem Einsatz dabei ist.
</p>
<p>Hier mal der Vergleich mit einem Leistungssportler auf <a href="http://www.netzathleten.de/Nachrichten/Die-menschliche-Leistung-in-Watt-der-entsprechende-Energieverbrauch/Radsport/-8659720177160281088/a">http://www.netzathleten.de/Nachrichten/Die-menschliche-Leistung-in-Watt-der-entsprechende-Energieverbrauch/Radsport/-8659720177160281088/a</a>
</p>
<p>Darin wird die Leistung in Watt eines Profiradsportlers ermittelt. Beispielhaft wird in <a href="http://www.netzathleten.de/Nachrichten/Leistungsfaehigkeit-auf-dem-Rad-am-Berg/Radsport/-8372209234465611776/a">http://www.netzathleten.de/Nachrichten/Leistungsfaehigkeit-auf-dem-Rad-am-Berg/Radsport/-8372209234465611776/a</a>
</p>
<p>Marco Pantani erw&auml;hnt, der bei einer Bergfahrt &uuml;ber rund 30 Minuten konstant 403 Watt erbrachte. Um diese Leistung signifikant zu steigern, m&uuml;sste man wesentlich mehr Kilokalorien zuf&uuml;hren, was beim Menschen an nat&uuml;rlichen Grenzen st&ouml;&szlig;t. Selbst wenn man also einen Bauarbeiter an seine H&ouml;chstgrenzen treibt, mehr als die o.g. 0,62 PS wird er nicht bringen k&ouml;nnen, und nach 10 Stunden Arbeitszeit ist er sch&ouml;pft.
</p>
<p>Ich will damit sagen, dass die menschliche Arbeitsleistung sehr engen Grenzen unterworfen ist. W&uuml;rde man ein dummes Pferd mit einer Durchschnittsleistung von 1 PS dazu bringen k&ouml;nnen, auf einer Baustelle zu arbeiten, w&uuml;rde es mehr leisten k&ouml;nnen als der beste Mensch. Man muss dem Pferd nur beibringen, wie es mit Zollstock, Lot und Maurerkelle umzugehen hat und schon w&auml;re die Wand viel schneller hochgezogen.
</p>
<p>Effizienzsteigerung in der Bauwirtschaft beruht infolgedessen darin, dass alles was irgendwie Energie verbraucht m&ouml;glichst nicht von Menschen erledigen zu lassen und stattdessen Maschinen zu kaufen, die einen m&ouml;glichst hohen Dieselverbrauch aufzuweisen haben. Nat&uuml;rlich ist nicht jeder Bagger, der 100 Liter Schwer&ouml;l pro Stunde schluckt auch gleich ein guter Arbeiter, aber zumindest sind die Grundlagen daf&uuml;r geschaffen, dass er potenziell viel leisten kann. Mit seiner Mini-Leistung von 400 Watt konstant &uuml;ber 10 Stunden sind selbst die besten menschlichen Arbeiter allenfalls als Hilfskr&auml;fte zu verwenden, um Zuarbeiten zu erledigen, die aber keine richtige Arbeit sind, weil sie m&ouml;glichst keine Energie verbrauchen d&uuml;rfen. Also wird von Menschen maximal Kinderarbeit verrichtet, beispielsweise das Halten einer sehr leichten Schnur, oder das zur&uuml;cklegen von sehr kurzen Wegen. (Vielleicht die 100 Meter &uuml;ber die Baustelle sind gerade noch machbar, weiter weg sollte man schon f&uuml;r ein Auto sorgen). Ich habe keine genauen Zahlen, aber ich w&uuml;rde vermuten, dass von 100 Watt die in den Hausbau gesteckt werden, maximal 1 Watt von Menschen erbracht wird und der Rest von Pferden, Dampfmaschinen oder Dieselgeneratoren geleistet wird.
</p>
<p>Das f&uuml;hrt dazu, dass die Handwerker f&uuml;r ernsthafte konstante Arbeitst&auml;tigkeit eigentlich ungeeignet sind. Sie sind zwar auf dem Bau angestellt, leisten dort aber nichts. Und wenn dann doch mal ein schwerer Stein von 5! Kilogramm zu heben ist, machen sie das so langsam, dass man dabei einschl&auml;ft. Was will man auch von einem Ger&auml;t erwarten, was 400 Watt verbraucht? Richtig, gar nichts.
</p>
<p>Vielleicht hier zum Vergleich mal zwei richtige Maschinen mitsamt ihrer Kenndaten:
</p>
<ol>
<li>Betonmischer, Kaufpreis=300 EUR, Stromverbrauch=800 Watt, <a href="http://www.mein-baumarkt24.de/Werkstatt/Elektrowerkzeug/Betonmischer-CM-160L-800-Watt.html">http://www.mein-baumarkt24.de/Werkstatt/Elektrowerkzeug/Betonmischer-CM-160L-800-Watt.html</a>
  </li>
<li>Bagger Demag H 185, Neupreis=2 Mio DM, Verbrauch pro Stunde=100 Liter Diesel, Motorleistung=1250 PS, <a href="http://www.rainerschuette.de/Bagger.html">http://www.rainerschuette.de/Bagger.html</a>
</li>
</ol>
<p>Das Beste ist es also, man stellt die menschlichen Bauarbeiter von der Arbeit frei und gibt ihnen stattdessen eine &uuml;berwachende Funktion. Damit kommt man ihrer nat&uuml;rlichen Abneigung gegen Arbeit entgegen und entlastet sie k&ouml;rperlich. Beispielsweise kann man das B&uuml;ro in einem Demag-Bagger einrichten. Die T&auml;tigkeit besteht dann darin, den Bagger zu &uuml;berwachen und bei Gefahr auf die richtigen Kn&ouml;pfe zu dr&uuml;cken. Auch m&uuml;ssen Berichte geschrieben werden, Materialanforderungen verwaltet werden oder die Sicherheitsstandards &uuml;berwacht werden. So kommt es, dass aus gestandenen Bauarbeitern inzwischen schw&auml;chliche B&uuml;rokraten geworden sind, die morgens mit einer Kaffeekanne in ihrem Bagger verschwinden, um dort ihren Papierkrieg zu f&uuml;hren. Anstatt zu arbeiten, haben sie jetzt eine Verantwortung.
</p>
<p>Um B&uuml;rokraten aus ihren Baggern und Kr&auml;nen wegzurationalisieren, muss man sich vergegenw&auml;rtigen, worin ihre &#8222;Arbeit&#8220; eigentlich besteht. Es ist keine k&ouml;rperliche T&auml;tigkeit mehr, sondern geistiger Natur. Vorwiegend besteht Arbeit auf einer Baustelle im Verteilen von Zust&auml;ndigkeit, im Ausf&uuml;llen von Formularen sowie im Weiterreichen von Informationen. Jeder B&uuml;rokrat ist bestrebt, seine Macht zu vergr&ouml;&szlig;ern und sich unentbehrlich zu machen. So kommt es, dass einige der Baggerf&uuml;hrer g&auml;nzlich neue Verordnungen erfinden, &uuml;ber die nur sie zu entscheiden haben. So was l&auml;hmt nat&uuml;rlich den Arbeitsbetrieb. Die Steigerung von Effizienz auf einer Baustelle ist gleichbedeutend mit der Effizienzsteigerung in einer staatlichen Beh&ouml;rde. Und der K&ouml;nigsweg hierzu ist B&uuml;rokratieabbau, also das Herstellen von Transparenz und der expliziten Darstellung von Gesch&auml;ftsprozessen. Ein guter Anfang w&auml;re es, wenn jeder Mitarbeiter &uuml;ber alles Bescheid wei&szlig;. D.h. es gibt eine gro&szlig;e Datenbank in die alle Informationen hineinflie&szlig;en. So kann der Arbeiter an der Betonfr&auml;se &uuml;ber seinen Monitor sehen, was der die Kamera auf dem Gabelstapler anzeigt, selbst dies f&uuml;r seine momentane Aktivit&auml;t unwichtig ist. Transparenz bedeutet auch nur, dass man potenziell &uuml;berall hineinschauen k&ouml;nnte. Was man damit anf&auml;ngt, kommt im n&auml;chsten Schritt.
</p>
<p>Erst wenn jeder alles wei&szlig;, kann analysiert werden, wo eventuell Rationalisierungsbedarf besteht. Meist haben sich im Laufe der Jahre bestimmte Privilegien eingeb&uuml;rgert, die auf den Pr&uuml;fstand geh&ouml;ren. Es kann nicht angehen, dass die Mittagspause vom Chef rund 60 Minuten l&auml;nger geht usw.
</p>
<p>Obwohl es paradox klingt, aber Automatisierung auf einer Baustelle bedeutet vor allem &#8222;B&uuml;roautomatisierung&#8220;. Denn es soll ja der Teil wegrationalisiert werden, der noch von menschlicher T&auml;tigkeit infiziert ist. Und das was B&uuml;rokraten auf einer Baustelle am meisten tun, ist sicherlich das Hinschauen. Sie verschaffen sich ein Bild der Lage, um dann M&auml;ngel aufzuzeigen. Es ist aber sehr ineffizient, wenn ein Mensch dies tun muss. Besser w&auml;re es, wenn man das allwissende Auge der Pyramidenspitze technisiert. Also &uuml;berall auf dem Bau kleine Sensoren anbringt, um so jederzeit einen &Uuml;berblick zu bekommen. Diese Sensordaten flie&szlig;en dann in ein 3D Computermodell ein, worin der aktuelle Baufortschritt dargestellt wird. Dies ist zeitgem&auml;&szlig;e EDV-Unterst&uuml;tzung! So entf&auml;llt das m&uuml;hsame Stiefel anziehen, Bauhelm aufsetzen, raus in den Matsch gehen nur um nachzuschauen ob noch genug Steine da sind&#8230;
</p>
<h3><a name="section_10">* 7: Literatur</a></h3>
<p>[1] Wanderfalke, der schnellste Vogel der Welt, <a href="http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=15964&amp;edit=0">http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=15964&amp;edit=0</a>
</p>
<p>[2] <a href="http://www.wasistwas.de/technik/eure-fragen/fliegerei/link//29f5e2a669/article/wie-schnell-fliegt-das-schnellste-flugzeug.html">http://www.wasistwas.de/technik/eure-fragen/fliegerei/link//29f5e2a669/article/wie-schnell-fliegt-das-schnellste-flugzeug.html</a>
</p>
<p>[3] Portalroboter, auf Englisch &#8222;Gantry Robot&#8220;, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cartesian_coordinate_robot">http://en.wikipedia.org/wiki/Cartesian_coordinate_robot</a>
</p>
<p>[4] <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Jaquet-Droz">http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Jaquet-Droz</a>
</p>
<p>[5] Betondrucker &#8222;Contour Crafter&#8220;, <a href="http://www.welt.de/print-welt/article301367/Haeuser_baut_zukuenftig_der_Beton_Drucker.html">http://www.welt.de/print-welt/article301367/Haeuser_baut_zukuenftig_der_Beton_Drucker.html</a>
</p>
<p>[6] Robolympics Allgemeine Regeln, <a href="http://www.robolympics.ch/uploads/media/Regeln_2011__V1.2_.pdf">http://www.robolympics.ch/uploads/media/Regeln_2011__V1.2_.pdf</a>
</p>
<p>(dank Duden Korrektor 2.0 wurden 69 Fehler erkannt und entfernt)</p>
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		<item>
		<title>Preiswerter Buchscanner</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2012/01/19/preiswerter-buchscanner/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Um B&#252;cher rational einzuscannen, gibt es unterschiedliche Varianten, welche sich in den Kosten unterscheiden. 1.) Billig: Flachbettscanner f&#252;r 50 EUR und das Buch in 300dpi einscannen. Beim Umbl&#228;ttern muss man m&#252;hsam den Deckel hochheben, was zeitraubend ist. Man braucht auf &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/19/preiswerter-buchscanner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=660&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um B&uuml;cher rational einzuscannen, gibt es unterschiedliche Varianten, welche sich in den Kosten unterscheiden.
</p>
<p>1.) Billig: Flachbettscanner f&uuml;r 50 EUR und das Buch in 300dpi einscannen. Beim Umbl&auml;ttern muss man m&uuml;hsam den Deckel hochheben, was zeitraubend ist. Man braucht auf diese Weise 3 Stunden pro Buch.
</p>
<p>2.) Extrem teuer: Scan Robot 2.0 auf <a href="http://www.scanrobot.de/buchscanner_scanrobot.html">http://www.scanrobot.de/buchscanner_scanrobot.html</a><br />
Dieser Apparat bl&auml;ttert die Seiten automatisch um und kostet im Einzelhandel ca. 70000 EUR.
</p>
<p>3.) Billig aber effizient, Videoscanner
</p>
<p>Die letzte Variante m&ouml;chte ich n&auml;her erl&auml;utern. Klassische Scanner basieren auf Fotografie, d.h.,. Es wird ein Einzelbild in sehr hoher Aufl&ouml;sung aufgenommen, bei 300 dpi sind das 3500 Pixel mal 2500 Pixel f&uuml;r ein DIN-A4 Blatt. Der Nachteil ist, dass der Scankopf manuell &uuml;ber das Blatt gefahren wird, um diese hohe Aufl&ouml;sung zu erreichen. Besser ist es, man fixiert den Kopf und nimmt stattdessen Video-Bilder auf.
</p>
<p>Aus eigenen Versuchen konnte ich erforschen, dass dabei die Aufl&ouml;sung der kritische Faktor ist. Selbst die HD-Aufl&ouml;sung eines Camcorder ist zu niedrig. Man kann bei 1920&#215;1020 jedoch bereits einen Teil der Seite in ausreichender Qualit&auml;t aufnehmen, z.B. die rechte obere Ecke im Makromodus. Das ist ausreichend scharf und vor allem ist es Video!. wenn man also einen HD-Camcorder auf ein Stativ montiert und das Buch langsam per Hand durchbl&auml;ttert, entsteht auf diese Weise eine .mp4 Datei. Aus dieser extrahiert man mittels ffmpeg die einzelnen Bilder und erh&auml;lt so:
</p>
<p>seite1.jpg, seite2.jpg, seite3.jpg usw.
</p>
<p>Um ein aufgeschlagenes Buch vollst&auml;ndig einzuscannen, ben&ouml;tigt man eine Video Camera mit h&ouml;herer Aufl&ouml;sung als FullHD. Diese ist derzeit nicht k&auml;uflich verf&uuml;gbar. Daher kann man behelfsm&auml;&szlig;ig auf einen 2. HD-Camcorder zur&uuml;ckgreifen: Camcorder A scannt die linke Seite, Camcorder B die rechte Buchseite. Damit erzielt man eine Gesamtaufl&ouml;sung von rund 4000&#215;2000 Pixeln was f&uuml;r OCR ausreichend ist.
</p>
<p>Der gro&szlig;e Vorteil dieser L&ouml;sung besteht darin, dass sie sehr preiswert ist. Zwei HD-Camcorder inkl. Stativ gibt es bereits f&uuml;r 800-1000 EUR zu kaufen. Und diese kann man auch noch f&uuml;r andere Dinge verwenden, als nur B&uuml;cher zu scannen. (Zum Vergleich, der Scan-Robot kostet 70000 EUR!).
</p>
<p>Montiert man jetzt die beiden Camcorder oberhalb eines aufgeschlagenes Buches, kann man halbautomatisch durch die Seiten bl&auml;ttern. Weil die Kameras mit 25 Bilder / Sekunde aufnehmen kann man relativ z&uuml;gig die Seiten per Hand umbl&auml;ttern und macht wohl das, was als Speed Reading in die Literatur eingegangen ist.
</p>
<p>Anschlie&szlig;end m&uuml;ssen die Dateien links.mp4 und rechts.mp4 lediglich zusammenmontiert werden und daraus Standbilder extrahiert werden. Mit denen f&uuml;ttert man dann eine Office-OCR-Anwendung wie beispielsweise ABBYY Finereader.
</p>
<p>Um den Prozess des Umbl&auml;tterns einheitlich zu gestalten, empfiehlt sich der Einsatz eines Metronoms. Alle 3 Sekunden ert&ouml;nt ein Signalton, was den Bediener der Anlage dazu veranlasst die Seite umzubl&auml;ttern. Sp&auml;ter kann anhand dieses konstanten Intervalls sehr leicht der Zeitindex f&uuml;r die Standbild-Generierung bestimmt werden. Man braucht ffmpeg also nur zu sagen: Zeitindex 00:00 = Bild1, 00:03 = Bild2, 00:06 = Bild3, 00:09 Bild4 usw.
</p>
<p>Ein Standard-Buch mit 400 Seiten braucht man somit nur 200-mal umzubl&auml;ttern, was bei 3 Sekunden Dauer insgesamt 10 Minuten an Arbeitsaufwand bedeutet. Somit siedelt sich der Zeitbedarf zwischen einem Flachbettscanner und einem Scan-Robot an.
</p>
<p>Ob es auf dem Markt preiswerte automatische Umbl&auml;ttervorrichtungen zu kaufen gibt, die nichts weiter tun als die Seiten zu wechseln, konnte ich in Erfahrung bringen. Beispielsweise sei der QiCare Lesebuttler f&uuml;r 2000 EUR genannt, der als REHA-Hilfsmittel mitunter von den Krankenkassen finanziert wird. Oder aber das &#8222;Turny Blattwendeger&auml;t&#8220; f&uuml;r 4000 EUR, <a href="http://www.rehavista.de/?at=Produkte&amp;p=32110-ti">http://www.rehavista.de/?at=Produkte&amp;p=32110-ti</a>
</p>
<p>Aus der Produktbeschreibung: &#8222;Der elektronische Blattwender TURNY erm&ouml;glicht auch schwerstbehinderten Menschen das selbstst&auml;ndige Lesen von B&uuml;chern, Magazinen, Zeitschriften und Taschenb&uuml;chern.&#8220;
</p>
<p>Etwas preiswerter sind die Angebote der Mindstorms Community. Den &#8222;Lego Page Turning Robot&#8220; gibt es im Spielzeugladens deines Vertrauens, der zudem noch in einen Plotter umgewandelt werden kann.
</p>
<p>(&uuml;berpr&uuml;ft mit Duden Korrektor 2.0, 7 Fehler wurden gefunden und entfernt)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/660/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=660&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Melodien komponieren</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 10:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Melodie zu komponieren ist ziemlich einfach. Zuerst benötigt man dafür einen Tonumfang, z.B. die Dur-Tonleiter. Auf einem Klavier sind das die weißen Tasten ausgehend vom Grundton c. Drückt man alle Taste der C-Dur Tonleiter zugleich ergibt sich ein merkwürdiges &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=657&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Melodie zu komponieren ist ziemlich einfach. Zuerst benötigt man dafür einen Tonumfang, z.B. die Dur-Tonleiter. Auf einem Klavier sind das die weißen Tasten ausgehend vom Grundton c. Drückt man alle Taste der C-Dur Tonleiter zugleich ergibt sich ein merkwürdiges Geräusch, siehe Video 1.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/"><img src="http://img.youtube.com/vi/M3xEK66L9zU/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Beginnt man mit einem anderen Grundton als c zu spielen verschieben sich die Töne (und speziell dessen Intervalle) um eines nach oben. D.h. in FL Studio kopiert man die Werte von C-Dur und verschiebt sie so wie sie sind um eines nach oben. Zwangsläufig werden jetzt auch einige der schwarzen Tasten mit einbezogen. Im Video 1 sieht man die verschiedenen Dur-Tonleiter für c, d, e usw. als Basiston. Die Abstände (Intervalle) sind dabei immer identisch. Deshalb ist es um so vieles leichter mit FL Studio das Musizieren zu lernen, als auf einem herkömmlichen Klavier. Man braucht keine große Verrenkungen zu machen sondern verschiebt den Tonumfang einfach um eines nach oben.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/"><img src="http://img.youtube.com/vi/8DayMhv5pac/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Eine Melodie entsteht dadurch, dass man die vorhandenen Tönen des C-Dur Tonumfangs in eine ausgewählte Reihenfolge bringt. Das klingt ein wenig nach 12-Ton-Musik muss aber nicht zwangsläufig wie Krach klingen. Als Einstieg ist sicherleich eine simple Treppe angebracht, siehe Video 2. Man spielt die Töne von unten nach oben und wieder von oben nach unten. Mit ein bisschen Fantasie kann man diese Treppe auflockern und versuchen Aktienkurse einzuzeichnen. D.h. der DAX geht nicht konstant nach oben, sondern geht 2 Schritte hoch, dann einen zurück, dann wieder 2 hoch usw. </p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/"><img src="http://img.youtube.com/vi/DOU4j8AUgE8/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Man kann nun weitere Variationen hinzufügen, beispielsweise die kleine Regel, dass jeder Ton zweimal hintereinander gespielt werden muss. Oder aber, dass man um gleich zwei Schritte die Treppe nach oben geht (also zwei Stufen auf einmal nimmt). Als Krönung der amateurhaften Versuche kann man verschiedene Töne von c-dur übereinanderschichten um so Akkorde (Polyphonie) zu erzeugen.</p>
<p>Selbstverständlich sind das alles nur Aufwärmübungen, aber bekanntermaßen fängt man immer klein an. Das regelmäßige Üben von Tonleitern ist die Basis für weitergehende Ambitionen eines jeden ernsthaften Musikers.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/15/melodien-komponieren/"><img src="http://img.youtube.com/vi/gm7HHg2QUdk/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/657/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=657&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Akkorde mit Strings</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2012/01/09/akkorde-mit-strings/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 18:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man unter Arch Linux ein wenig die Zeit totschlagen kann, will ich heute erläutern. Zuerst brauchen wir dazu einige Programme: pacman -S lmms pavucontrol ffmpeg mencoder Dabei ist lmms das eigentliche Soundprogramm. Pavucontrol und die anderen braucht man, um &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/09/akkorde-mit-strings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=653&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://aa5new.wordpress.com/2012/01/09/akkorde-mit-strings/"><img src="http://img.youtube.com/vi/7maeblxaqsI/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Wie man unter Arch Linux ein wenig die Zeit totschlagen kann, will ich heute erläutern. Zuerst brauchen wir dazu einige Programme:</p>
<p>pacman -S lmms pavucontrol ffmpeg mencoder</p>
<p>Dabei ist lmms das eigentliche Soundprogramm. Pavucontrol und die anderen braucht man, um einen Screencast inkl. Audio zu erstellen. Pavucontrol ist dabei so eine Art Lautstärkeregler, bei dem man &#8222;Monitor of Sound&#8220; einstellen muss, um die Ausgabe der Soundkarte in den MPEG-Stream aufzunehmen. Hört sich ein wenig kompliziert an, meint aber, dass man kristallklare Musik aufnimmt&#8230; Alternativ kann man sich auch einen 3,5 mm Klinkenstecker kaufen um Sound-Out auf Sound-In zu legen und so eine wunderbare Rückkopplung zu erzeugen, was aber diesmal wirklich Sinn macht.</p>
<p>Soweit zu Vorrede, kommen wir jetzt aber zum eigentlichen Klangteppich. Anfangen sollte man am besten mit einer simplen Tonleiter. D.h. wir gehen mit den Tönen rauf und dann wieder runter. Also eine Treppe, 1,2,3,4,5,4,3,2,1. Das hört sich zunächst wenig spektakulär an, deshalb wurden die Akkorde erfunden um einen fetteren Klangraum zu generieren. Dabei werden immer drei Töne auf einmal gedrückt. Das Prinzip der Treppe wird beibehalten.</p>
<p>Um auch mittels Akkorde eine saubere Treppe zu erzeugen, darf man nicht zu viele Stufen auf einmal hochgehen. D.h. von einer Zeiteinheit zur nächsten darf maximal eine Note verändert werden. Das kann man im Youtube-Video vielleicht leichter erkennen, als ich das hier textuell beschreiben kann. Jedenfalls gehe ich zuerst die oberste Note um eins nach oben und lasse die unteren Noten des Akkordes unverändert. Dann hebe ich die unterste Note um 1-2 Stufen an (und wiederum die anderen Noten gleich lassen). So geht es äußerst bedächtig die Tonleiter rauf. So nach 4 Akkorden (können aber auch mehr sein), ziehe ich dann die mittlere Note herauf. Dabei müssen natürlich die oberste und unterste Note gleich bleiben, es findet sozusagen ein Ausjustieren des aktuell erreichten Spielstandes stand. Wenn das geschafft ist, geht es die Tonleiter wieder runter.</p>
<p>Hört man das im Gesamten an, ergibt sich eine schöne abwechslungsreiche Hintergrund-Musik, die zumindest äußerst unaufdringlich daherkommt. Ach so, eines habe ich noch vergessen zu erwähnen, die Strings sind mit dem Lmms Preset &#8222;0001 Saw Strings 1.xiz&#8220; gemacht, das ist so ein schöner Preset für irgendeinen von diesen verfickten Tongeneratoren.</p>
<p>Irgendwelche Weblinks zu weiterführenden Quellen habe ich diesmal nicht anzubieten. Die meisten Abhandlungen über Musiktheorie sind sowie nur Dreck (vielleicht mit Ausnahme die von Schönberg und Webern, welche zwölfton-Musik gepusht haben).</p>
<p>Falls hier irgendein Experte mitließt, wäre ich hocherfreut zu erfahren, was man denn nach so einer Treppe machen kann? Ich meine, ich kann ja nicht das ganze Musikstück über rauf und runter gehen?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/653/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/653/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=653&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Drucker für Schüler</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/drucker-fur-schuler/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 20:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will drucken, aber preiswert! So lautet die oft geh&#246;rte Aussage von Sch&#252;lern, die am Samstag Vormittag im &#246;rtlichen Elektromarkt auftauchen und meist ohne etwas zu kaufen wieder nach Hause gehen. Zu un&#252;bersichtlich ist doch das Angebot an Tintenschleudern, Laserscannern &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/drucker-fur-schuler/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=649&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich will drucken, aber preiswert! So lautet die oft geh&ouml;rte Aussage von Sch&uuml;lern, die am Samstag Vormittag im &ouml;rtlichen Elektromarkt auftauchen und meist ohne etwas zu kaufen wieder nach Hause gehen. Zu un&uuml;bersichtlich ist doch das Angebot an Tintenschleudern, Laserscannern und Tintenherstellern.</strong></p>
<p><UL><LI><A HREF="#section_1">* 1: HP Vergleich</A><LI><A HREF="#section_2">* 2: Epson Vergleich</A><LI><A HREF="#section_3">* 3: Exzerpte</A></UL></p>
<p>Deshalb hier ein kurzer Crashkurs in Sachen preiswertes Drucken. Als Erstes nat&uuml;rlich die Paradedisziplin: der Farbdruck von Fotos. Wer hat nicht schon mal davon getr&auml;umt f&uuml;r die Schule ein farbiges Exceldiagramm in 600 dpi auszudrucken oder gar den eigenen Lebenslauf mit einem Farbfoto zu garnieren. Der Farbdruck geh&ouml;rt allerdings auch zu den anspruchsvollsten T&auml;tigkeiten, die man mit einem Drucker so unternehmen kann. Umso wichtiger, sich hierbei perfekt auszukennen.
</p>
<p>Zun&auml;chst einmal sollte man wissen, dass die Reichweitenangaben auf den Farbpatronen lediglich eine Deckung von 5% beinhalten. D.h. es wird die maximale Seitenzahl f&uuml;r farbigen Textdruck angegeben. Der Ausdruck eines Farbfotos verbraucht jedoch eine Deckung von 100%. D.h. wenn auf der Packung steht: Reichweite sind 200 Seiten, dann kommt man in der Praxis auf 5/100&#215;200=10 Seiten. Ziemlich wenig oder? Und was kostet so eine Markenfarbpatrone von HP? Vielleicht 30 EUR. Jeder kann sich selbst ausrechnen, was das f&uuml;r einen Seitenpreis ergibt.
</p>
<p>Leider gibt es dazu keine Alternative. Sogenannte Fremdtinte f&uuml;r 5 EUR pro Patrone scheint zwar wahnsinnig preiswert zu sein, allerdings besitzen moderne Tintenstrahldrucker in der Regel eine intelligente Firmware, die diese T&auml;uschungsman&ouml;ver blind erkennen kann. Keineswegs wird durch Fremdtinte der Druckkopf verstopft oder die Qualit&auml;t wird schlechter, nein viel perfider. Die Druckerfirmware arbeitet in der Regel so, dass zun&auml;chst einmal einige Seiten ganz normal gedruckt werden. Und dann wird &uuml;berhaupt nichts mehr gedruckt. Der K&auml;ufer denkt jetzt, irgendwas w&auml;re verstopft, also ein Hardware-Problem w&uuml;rde vorliegen. Doch der Fehler liegt in der Software. Und so eine Firmware kann man nicht resetten oder gar umprogrammieren. Fragt jetzt bitte nicht nach den Unterscheidungsmerkmalen zwischen Originaltinte und Fremdtinte. Bei der Playstation wei&szlig; ja auch niemand so genau, warum keine raubkopierten CDs abgespielt werden. Fakt ist, dass die Kopierschutzmechanismen f&uuml;r Druckertinte perfekt funktionieren und HP, Epson, Canon und wie sie alle hei&szlig;en in ihren Laboren jeden Fremdtintenhersteller schon auf eine Meile gegen den Wind riechen k&ouml;nnen. Dass ein Fremdtinten-Tank als HP-Original erkannt wird ist 100% ausgeschlossen.
</p>
<p>Bei Farbdruck ist es also das preiswerteste ausschlie&szlig;lich Originaltinte zu verwenden. Denn sonst aktiviert sich der Kopierschutzmechanismus der Firmware und der Drucker r&uuml;hrt sich &uuml;berhaupt nicht. Und weil sich das kein Schwein leisten kann, l&auml;sst man besser davon die Finger oder aber geht gleich zu Rossmann und l&auml;sst sich von einem Fotolabor die Papierabz&uuml;ge vom USB-Stick anfertigen. Dort kostet eine Seite meist so 0,50 EUR was wesentlich preiswerter ist als der Heimdruck.
</p>
<p>Bleibt nat&uuml;rlich noch der Schwarz-Wei&szlig;-Druck. Auch hier gibt es wieder das Firmware-Problem, wodurch schwarze Fremdtinte als solche identifiziert wird und dann der Drucker nach einer Weile softwarem&auml;&szlig;ig sich selbst deaktiviert. So was ist t&ouml;dlich, wenn man gerade das Ger&auml;t neu gekauft hat. Wer mir das jetzt nicht glaubt, macht auf eigenes Risiko einen kleinen Test. Bei der Schwarz-Wei&szlig;-Patrone l&auml;sst man die Original-Tinte drin und nur bei den Farbtanks verwendet man irgendeinen Billiganbieter von Jettec und Konsorten. Nach ungef&auml;hr 40 Seiten wird sich ihr ehemals wunderbarer Universal Tintenstrahldrucker in einen Schwarz-Wei&szlig;-Tintenstrahldrucker verwandeln, bei dem die Firmware die Farbfunktion teilweise deaktiviert hat. Manchmal f&auml;llt blau aus, manchmal yellow und meist beides. Operation gelungen, Drucker tod.
</p>
<p>Das Anwenderrisiko ist jedoch minimiert, weil es ja noch den Schwarz-Wei&szlig;-Druckkopf gibt, der von Anbeginn nur mit teurer Markentinte betrieben wurde. Und hier l&auml;uft alles erstaunlich fehlerfrei. Du dr&uuml;ckst in Word auf Drucken und die Seite wird gedruckt. Ist doch schon mal ein Anfang, oder? Wobei vornehme Gentlemen nicht einfach rumklicken, sondern bei UNIX wird &uuml;ber &#8222;lpr file.ps&#8220; gedruckt. Das ist wesentlich eleganter.
</p>
<p>Wenn also Alternativ-Tinte keine gute Wahl ist, welche Tipps gibt es denn sonst so um den Druckerpreis niedrig zu halten? Eigentlich nur noch eine: Und zwar niemals die Stromzufuhr unterbrechen. Im Optimalfall packst du den neugekauften Drucker aus, schaltest ihn an und dann l&auml;sst du ihn f&uuml;r die n&auml;chsten 5 Jahre im Dauerbetrieb an der Steckdose. D.h. das Netzkabel ist immer eingesteckt, der On/Off Schalter ist immer auf On. Das Ger&auml;t verbraucht dadurch im 24/7 Betrieb meist so um die 10 Watt, vielleicht auch etwas mehr. Diese Investition lohnt sich aber. Denn wenn man den Drucker ausschaltet oder schlimmer noch &#8222;Vom Netz trennt&#8220; wird beim n&auml;chsten Start eine Komplettreinigung der D&uuml;sen durchgef&uuml;hrt, was die Reichweite der Druckerpatrone minimiert.
</p>
<p>Mit diesem kleinen aber feinen Tipp des Always on wird es dir gelingen, exakt das zu bekommen, was der Hersteller verspricht: Mit einer Original-Patrone schafft man die 200 Seiten, die laut Patronen-Verpackung vorgesehen sind. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Damit ergibt sich ein durchschnittlicher Seitenpreis von 5-10 Cent. Was ungef&auml;hr den Stra&szlig;enpreisen im Copycenter entspricht. Nur hat man eben den Vorteil, jederzeit mal eben was ausdrucken zu k&ouml;nnen: Hier mal einen Brief an die Freundin, dort mal eine kleine Hausarbeit f&uuml;r den Deutschlehrer und zur Feier des Tages auch mal was scannen, was &uuml;berhaupt keine Verbrauchskosten erzeugt.
</p>
<p>Selbstverst&auml;ndlich wird das nicht alle Schotten zufriedenstellen. Es gibt immernoch superschlaue Sparf&uuml;chse, die wollen einen Seitenpreis von 1 Cent oder noch weniger. Sie tr&auml;umen vom richtig billigen Drucken mit Nachf&uuml;lltinte und einem 10-Liter-Fass f&uuml;r 20 EUR. Leider ist dieser Traum reine Illusion. Um ihn zu verwirklichen, m&uuml;sste man die Firmware des Druckers ver&auml;ndern und so den Fremdtinten-Mode ausschalten. Das ist jedoch kompliziert. Denn die Firmware unterliegt dem Betriebsgeheimnis. Einen Drucker mit Open Source Firmware, die man ver&auml;ndern kann, gibt es auf dem Markt derzeit nicht. Und Umbau-Projekte mit Mod-Chips konnte ich f&uuml;r Drucker auch nicht ausfindig machen. Die Playstation-Fraktion war hier erfinderischer: Dort gibt es eine lebendige Modder-Community, die Custom-Roms in die Playstation einl&ouml;tet, um dadurch den Kopierschutz zu umgehen. So &auml;hnlich w&uuml;rde auch die ultimative Tintenersparniss in der Druckerszene funktionieren. Aber wie gesagt, so was muss ein feuchter Traum bleiben.
</p>
<h3><a name="section_1">* 1: HP Vergleich</a></h3>
<p>HP Deskjet 2050 All-in-One
</p>
<hr />
- Preis: 70 EUR<br />
- Patrone: HP301XL, Preis=21 EUR, Reichweite=480 Seiten, Inhalt=8ml</p>
<p>HP OfficeJet 6500A
</p>
<hr />
- 129 EUR Kaufpreis<br />
- monatliche Druckleistung bis zu 7000 Seiten<br />
- passende Patrone: 920XL, Preis=20,64 EUR, Inhalt=49ml, Reichweite=1200 Seiten<br />
- passende Patrone: 920, Preis=13 EUR, Inhalt=10ml, Reichweite=420 Seiten</p>
<p>HP OfficeJet Pro 8500A
</p>
<hr />
- 250 EUR Kaufpreis<br />
- monatliche Druckleistung bis zu 15000 Seiten<br />
- passende Patrone: 940XL, Preis=20 EUR, Inhalt=49ml, Reichweite=2200 Seiten</p>
<h3><a name="section_2">* 2: Epson Vergleich</a></h3>
<p>Epson Stylus Office BX320FW
</p>
<hr />
- preis: 120 EUR<br />
- Patrone: T1291, Reichweite 402 Seiten, 14 EUR</p>
<p>Epson WorkForce Pro WP-4545 DTWF
</p>
<hr />
- Preis: 400 EUR<br />
- Druckvolumen: 20000 Seiten pro Monat<br />
- Patrone: XL, Reichweite 2400 Seiten, 31 EUR</p>
<h3><a name="section_3">* 3: Exzerpte</a></h3>
<p>AUSZUG Quelle [1]:<br />
&#8222;Durch gentechnische Modifikation konnte in vorangegangenen Arbeiten<br />
der Farbwechsel, der im Wildtyp-BR nur einige Millisekunden andauert, zugunsten einer optimalen Photochromie in einen Bereich von Sekunden bis Minuten ausgedehnt werden.&#8220; (Seite 7)
</p>
<p>&#8222;Um technische H&uuml;rden zu schaffen, werden viele Produkte mit sichtbaren und unsichtbaren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet.&#8220; (Seite 7)
</p>
<p>&#8222;Wegen der geringen Stabilit&auml;t und Lichtechtheit der Farbstoffe werden Inkjettinten mittlerweile Pigmente zugesetzt.&#8220; (Seite 22)
</p>
<p>&#8222;Glossypapier eignet sich besonders gut f&uuml;r farb- und fotorealistische Drucke, bei denen im Vergleich zum Textdruck die sechs-achtfache Tintenmenge aufgetragen wird.&#8220; (Seite 27)
</p>
<p>AUSZUG Quelle [3]:<br />
&#8222;Die meisten Verpackungen von Original HP Inkjet Druckpatronen verf&uuml;gen &uuml;ber ein HP Sicherheitsetikett&#8220; (Seite 2)
</p>
<p><strong>QUELLEN</strong><br />
[1] Pudewills, Jens: Entwicklung und Charakterisierung photochromer Sicherheitsinkjettinten auf Basis von Bakteriorhodopsin, 2009, 139 Seiten, <a href="http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2010/0131/pdf/djp.pdf">http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2010/0131/pdf/djp.pdf</a>
</p>
<p>[2] Wijshoff, Herman (2008): Structure- and fluid-dynamics in piezo inkjet printheads. thesis, 185 pages, <a href="http://doc.utwente.nl/58366/1/thesis_Wijshoff.pdf">http://doc.utwente.nl/58366/1/thesis_Wijshoff.pdf</a>
</p>
<p>[3] Leitfaden zur Bek&auml;mpfung von Produktf&auml;lschungen f&uuml;r Firmenkunden, HP-Webseite, <a href="http://h41112.www4.hp.com/anticounterfeit/pdf/ACF_Info_Sheet_Corp_Customers_GERMAN_Jan-2011.pdf">http://h41112.www4.hp.com/anticounterfeit/pdf/ACF_Info_Sheet_Corp_Customers_GERMAN_Jan-2011.pdf</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/649/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/649/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=649&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Reproduktion geistiger Unfreiheit</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/die-reproduktion-geistiger-unfreiheit/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 15:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[* 1: Fackeln im Sturm* 2: Nord gegen S&#252;d* 3: Reproduktion von Unfreiheit* 4: Auswege aus der Skalverei* 5: Die Ansichten des S&#252;dens * 1: Fackeln im Sturm &#220;ber den amerikanischen B&#252;rgerkrieg gibt es eine gut gemachte TV-Serie, &#8222;Fackeln im &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/die-reproduktion-geistiger-unfreiheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=646&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><UL><LI><A HREF="#section_2">* 1: Fackeln im Sturm</A><LI><A HREF="#section_3">* 2: Nord gegen S&uuml;d</A><LI><A HREF="#section_4">* 3: Reproduktion von Unfreiheit</A><LI><A HREF="#section_5">* 4: Auswege aus der Skalverei</A><LI><A HREF="#section_6">* 5: Die Ansichten des S&uuml;dens</A></UL></p>
<h3><a name="section_2">* 1: Fackeln im Sturm</a></h3>
<p>&Uuml;ber den amerikanischen B&uuml;rgerkrieg gibt es eine gut gemachte TV-Serie, &#8222;Fackeln im Sturm&#8220; mit Patrick Swayze in der Hauptrolle. Inhalt der zahlreichen Folge ist vor allem der Konflikt zwischen den Nord- und S&uuml;dstaaten, dargestellt am Beispiel zweier wohlhabender Familien. Der Norden ist technisch fortschrittlich: Er setzt bei der wirtschaftlichen Entwicklung auf Dampfmaschinen und hat die Sklaverei weitestgehend abgeschafft. Im S&uuml;den hingegen herrscht manuelle Arbeit durch Sklaverei vor. Als Ideologie dient dazu das Eigentumsrecht an Afroamerikanern.
</p>
<p>Warum ich diese Geschichte erz&auml;hle? Weil es viele Gemeinsamkeiten zur heutigen Softwareindustrie gibt. Auch im Zeitalter des Internets gibt es einen fortschrittlichen Norden und einen konservativen S&uuml;den. Und wiederum spielt das Eigentumsrecht die zentrale Rolle. Diesmal jedoch nicht der Besitz an Menschen, sondern der Besitz an Gedanken und Ideen.
</p>
<p>Der progressive Norden des Internet-Zeitalters hat sich dem freien Fluss von Informationen verschrieben. Computerprogramme, Texte, Filme und Musik gelten als Gemeingut, und zwar unabh&auml;ngig davon, wer sie erschaffen hat. Deshalb unterliegt Microsoft Windows 7 auch nicht dem Urheberrecht, sondern darf frei &uuml;ber Tauschb&ouml;rsen wie bittorrent verteilt werden. Daf&uuml;r kommt eine sehr fortschrittliche Technologie, genannt P2P, zum Einsatz.
</p>
<p>Im Gegensatz dazu beharrt der r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte S&uuml;den des Internet-Zeitalters auf &auml;lteren Technologien wie digitales Rechtemanagement und dem Eigentum an Ideen. Als Technologie kommen Bezahldienste wie iTunes und paypal zum Einsatz. Jedes Softwareprogramm gilt als Eigentum von irgendjemanden. Selbst &#8222;freie Software&#8220; wie Linux gilt als Eigentum von SCO.
</p>
<h3><a name="section_3">* 2: Nord gegen S&uuml;d</a></h3>
<p>Wie schon bei &#8222;Fackeln im Sturm&#8220; entstehen durch die unterschiedlichen Ansichten &uuml;ber die Freiheit von Gedanken zwangsl&auml;ufig Konflikte. Der r&uuml;ckst&auml;ndige S&uuml;den ist der irrigen Auffassung, dass jede Idee zum Patent angemeldet werden k&ouml;nne und immer irgendwem geh&ouml;ren m&uuml;sse. Dass ein Computerprogramm auch sich selbst geh&ouml;ren k&ouml;nne, wird geleugnet. Damit ist geistiges Eigentum die logische Weiterentwicklung von menschlicher Sklaverei!
</p>
<p>Damals zu Zeiten des amerikanischen B&uuml;rgerkrieges war es f&uuml;r den S&uuml;den v&ouml;llig normal Menschen zu besitzen. Nur weil die Vorfahren von schwarzen Afrikanern nach Amerika geholt haben, galten sie als f&uuml;r immer Sklaven. So sieht es die Rechteindustrie auch heute. Nur weil ein Konzern im Jahr 1950 die Rechte an einem Buch erworben hat, darf bis heute damit Geld verdient werden. Erst nach einer Lebensspanne von 70 Jahren wird mit viel Gl&uuml;ck das Buch endg&uuml;ltig gemeinfrei. Solange geh&ouml;rt es jemandem.
</p>
<p>B&uuml;cher, wie auch Menschen, m&ouml;chten jedoch von Natur aus gar nicht Sklaven sein um f&uuml;r andere Geld zu verdienen. Es ist eine Ideologie, dass man Herr &uuml;ber etwas sein k&ouml;nne. B&uuml;cher wie auch Menschen streben danach, sich von Zw&auml;ngen zu befreien. Auf dem Weg dorthin entsteht ein tiefgreifender Konflikt zwischen dem Norden und dem S&uuml;den. Es ist wiederum ein blutiger B&uuml;rgerkrieg.
</p>
<h3><a name="section_4">* 3: Reproduktion von Unfreiheit</a></h3>
<p>Bei den US-amerikanischen Sklaven gab es eine Reproduktion ihrer Unfreiheit. Wenn die Eltern schwarze Hautfarbe hatten, dann hatten auch ihre Kinder schwarze Hautfarbe. Wenn die Eltern einem wei&szlig;en Sklavenbesitzer geh&ouml;rten, dann galt dies auch f&uuml;r ihre Kinder. Einmal Sklave &#8212; immer Sklave. So lautete der Wahlspruch im r&uuml;ckst&auml;ndigen S&uuml;den.
</p>
<p>Das System des Eigentums war auf Langfristigkeit angelegt. Die Plantagen waren nicht nur Arbeitsst&auml;tten, sondern vor allem Brutk&auml;sten f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Sklaven.
</p>
<p>Dieses barbarische Prinzip gilt auch in der Jetztzeit. Wenn heute ein Patent angemeldet wird, zum Beispiel f&uuml;r ein Betriebssystem, dann sind auch alle zuk&uuml;nftigen Produkte, die auf diesem Patent basieren wiederum dem Eigentumsrecht unterworfen. Wenn ein Programmierer ein neues Programm entwickelt, dann ist die Art und Weise f&uuml;r alle Zeiten gesch&uuml;tzt. Wobei &#8222;Schutz&#8220; nur ein anderes Wort f&uuml;r beschr&auml;nkt ist.
</p>
<p>Je flei&szlig;iger die Mitarbeiter in den Softwareh&auml;usern, in den Filmfabriken, und als wissenschaftliche Autoren sind, desto mehr arbeiten sie an der Unfreiheit ihrer Produkte mit. Je mehr Filme aus den Disney-Studios das Licht der Welt erblicken, desto mehr Eigentum entsteht bei diesem Konzern. Je mehr Aufs&auml;tze in der Zeitschrift &#8222;Spektrum der Wissenschaft&#8220; entstehen, desto umfangreicher wird die Bibliothek an unfreien Texten; desto gr&ouml;&szlig;er wird der Grad der Unterdr&uuml;ckung.
</p>
<h3><a name="section_5">* 4: Auswege aus der Skalverei</a></h3>
<p>Zur Abschaffung der geistigen Sklaverei muss das Eigentumsrecht an geistiger Arbeit aufgehoben werden. Es ist unnat&uuml;rlich und widerspricht der Bibel, dass Menschen einen Besitzanspruch auf Software h&auml;tten.
</p>
<p>Leider hat die Software keine guten Anw&auml;lte, so dass sie sich nicht selber aus ihren Fesseln befreien kann. Daher m&uuml;ssen andere (fortschrittliche) Menschen f&uuml;r die Freiheit der Sklaven k&auml;mpfen.
</p>
<p>Derzeit gibt es zwei Arten von Software:
</p>
<ol>
<li>unterdr&uuml;ckte Software (kommerziell)
  </li>
<li>freie Software (Open Source)
</li>
</ol>
<p>Meiner Ansicht nach (und ich lebe sehr weit im Norden) hat auch &#8222;a) unterdr&uuml;ckte Software&#8220; das Recht zu Leben verdient. Produkte wie Microsoft Windows, Adobe Acrobat und Autocad haben es verdient, als vollwertige freie Programme behandelt zu werden. Faktisch unterliegen sie zwar Einschr&auml;nkungen in der Weiterverbreitung. Dies bezeugt aber nur, dass der S&uuml;den zu viel Macht hat und seine krude Sichtweise &uuml;ber Eigentum uns dem Norden &uuml;berst&uuml;lpen kann. Die Zukunft des Nordens und damit der wirtschaftliche Fortschritt h&auml;ngen davon ab, inwieweit es gelingt, das &uuml;berholte Eigentumsrecht nicht l&auml;nger zu tolerieren.
</p>
<h3><a name="section_6">* 5: Die Ansichten des S&uuml;dens</a></h3>
<p>Verantwortung f&uuml;r eine Sache zu &uuml;bernehmen, meint im Grunde, dass einem dieser Gegenstand geh&ouml;rt. Beispielsweise &uuml;bernehme ich Verantwortung f&uuml;r mein Fahrrad. Dann muss ich es auch pflegen und regelm&auml;&szlig;ig Luft auf die Reifen pumpen. Und so ist es wichtig, dass f&uuml;r alles im Leben jemand die Macht hat. F&uuml;r Transportmittel, f&uuml;r Blumen, f&uuml;r Tiere usw. Das bedeutet, diese Gegenst&auml;nde haben in mir eine m&auml;chtige Interessenvertretung. Ich sorge anstelle ihrer daf&uuml;r, dass es ihnen gutgeht. Denn ein Fahrrad kann ja nicht selbst Luft aufpumpen. Es ist auf meine Hilfe angewiesen.
</p>
<p>Dieses Prinzip gilt auch f&uuml;r Software: Ein Programm muss laufend gewartet werden. Es kann sich nicht selbst programmieren.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/646/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=646&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>TV-Kritik: Das Model und der Freak</title>
		<link>http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/tv-kritik-das-model-und-der-freak/</link>
		<comments>http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/tv-kritik-das-model-und-der-freak/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 15:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Fernsehserie finde ich aus vielerlei Gründen sehr interessant. Sie unterscheidet sich stark von gängigen Unterhaltungsformaten. Das Warum will ich kurz einmal darlegen. Zum Ersten wird das Charakterbild des Nerds in den Mittelpunkt gestellt und zugleich kritisiert. Das ist relativ &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/12/24/tv-kritik-das-model-und-der-freak/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=644&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Fernsehserie finde ich aus vielerlei Gründen sehr interessant. Sie unterscheidet sich stark von gängigen Unterhaltungsformaten. Das Warum will ich kurz einmal darlegen.</p>
<p>Zum Ersten wird das Charakterbild des Nerds in den Mittelpunkt gestellt und zugleich kritisiert. Das ist relativ neu im postmodernen &#8222;Anything goes&#8220; Fernsehen. Aber was &#8222;Das Model und der Freak&#8220; wirklich versucht, wird erst im Kontext mit dem bekannten Leitmedium der Neuzeit, dem Musikvideo, deutlich. Ich möchte im Folgenden zunächst einmal das Musikvideo würdigen um dann im Anschluss den Bezug zu &#8222;Das Model und der Freak&#8220; herzustellen.</p>
<p>Seit MTV ist die audiovisuelle Aufbereitung von Gefühlen zum Mainstream avanciert. &#8222;Video kills the Radiostar&#8220; und andere Stücke sind inzwischen Popkultur und brauchen nicht näher erläutert zu werden. Innerhalb von kurzen Clips werden unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit reproduziert, mit eindeutig emotionalem Anspruch. Dabei gilt der Leitsatz, dass jede Subkultur integriert werden kann: Punks, Hip Hopper, Girlies, Metall, Rave usw. Selbst sogenannte Nerds sind in einigen Musikvideos vertreten. Sie treten dort als brillentragende Sonderlinge in Erscheinung, die zunächst verhaltensauffällig wirken, später aber im allgemeinen Partygetümmel integriert werden und teilweise sogar in Anzug und Krawatte tanzen. Der Nerd bildet eine beliebte Akzentuierung, um gegenüber den Models einen Gegenpunkt zu bieten.  [1]</p>
<p>Zu keinem Zeitpunkt werden in Musikvideos Leute bloßgestellt oder wirklich als unfähig hingestellt. Stattdessen geht es vielmehr um eine &#8222;als ob&#8220; Haltung. Die Nerds sind auch nicht wirkliche Nerds, sondern es sind ganz normale Tänzer, Bodybuilder oder Musiker in einem Geek-Chic Kostüm, die für dieses eine Musikvideo gecastet wurden. Und ebenso sind die Zombies aus Michael Jacksons &#8222;Thriller&#8220; nicht wirkliche Zombies, sondern &#8230; Na ja, das wird nicht so schwer zu erraten sein. Jedenfalls ist der Hauptzweck eines Musikvideos, dass es unterhalten soll.</p>
<p>Und jetzt versuche ich mal den Sprung zu &#8222;Das Model und der Freak&#8220;. Ein Teil der Musikvideo-Kultur wird dabei in die Realität projiziert. Es ist ein bisschen so, wie in einem Comic-Real-Film-Gemisch. Man isoliere dazu aus einem Musikvideo zwei gegensätzliche Charaktere und transportiere diese in die Wirklichkeit. Plötzlich ist es keine &#8222;als ob&#8220; Handlung mehr, sondern es ist etwas Neues. Das hat etwas Normatives. Im Grunde werden Medium und Zuschauer vertauscht; es ist vergleichbar mit einem Time-Lag. Es wird eine Geschichte erzählt von Personen, die nach dem Abdreh eines Musikvideos nicht einfach verschwinden, sondern noch ein Leben danach kennen. Das Drehen ist beendet und einige der Darsteller werden nicht etwa nach Hause geschickt, sondern bleiben am Set, um an der Post-Postmoderne zu arbeiten. Das ist &#8222;Der Model und der Freak&#8220;. Der Clou liegt darin, dass so getan wird, als würden Donald Duck und Daisy Duck ein wirkliches Leben haben und nicht nur vor der Kamera existieren. </p>
<p>Die unzensierte Ausgabe von &#8222;Das Modell und der Freak&#8220; gibt es übrigens auf youp**n.com zu sehen. Unter dem Titel &#8222;Karina Kay Fucking A Nerd&#8220; sieht man zwei Vollspassten (der eine hat sogar einen Darth Vader Helm auf dem Kopf), die von einem Model befriedigt werden. Sowas nenne ich mal &#8222;einbeziehen von Außenseitern&#8220;. Leider wird die Motivation der Protagonistin nicht so ganz klar, solche Verlierertypen oral zu befriedigen. Jeder weiß doch, dass Frauen nicht auf Nerds stehen&#8230;</p>
<p>QUELLEN</p>
<p>[1] Katy Perry &#8211; Last Friday Night</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/644/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/644/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=644&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pumpen &#8212; Gesund und fit durch den Winter</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 12:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt wo die Jahreszeit kälter wird, ist es umso wichtiger sich gesund zu ernähren und viel Sport zu treiben. Das sorgt nicht nur für einen sexy Sixpack, sondern erleichtert auch die Stressreduktion. Ja, Sport ist Wellness und daher eine Investition &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/12/22/pumpen-gesund-und-fit-durch-den-winter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=641&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt wo die Jahreszeit kälter wird, ist es umso wichtiger sich gesund zu ernähren und viel Sport zu treiben. Das sorgt nicht nur für einen sexy Sixpack, sondern erleichtert auch die Stressreduktion. Ja, Sport ist Wellness und daher eine Investition in ihren Körper.</p>
<p>Aber wie macht man Sport, speziell: Wie macht man Bodybuilding? Zu allererst sollte man sich darüber informieren, woher der Unterschichten-Slang &#8222;Pumpen&#8220; eigentlich stammt. Dazu gibt es nur wage Andeutungen, ich konnte trotzdem eine Quelle ausfindig machen [1]. Danach wurde früher in Arbeitshäusern für die Bettler, Müßiggänger und Schein-Invaliden eine mechanische Pumpe installiert, die eigentlich keinen Zweck erfüllte, außer dem, der arbeitsentwöhnten Unterschicht das Arbeiten zu lehren. Jeder musste mal Pumpen und so war es die perfekte Sisyphosarbeit und erfüllte einen pädagogischen Nutzen. Wenn die Pumpe nicht betätigt wurde, lief der Raum voll Wasser und die Insassen ertranken jämmerlich.</p>
<p>Auch heute noch beschreibt der Begriff &#8222;Pumpen&#8220; ziemlich gut, was in den Frauenfitness-Clubs durchgeführt wird. Da werden große / komplizierte Maschinen wie beispielsweise das Butterfly konstant bewegt, ohne dass dadurch irgendeine Art von Nutzen entsteht. Es dient einzig allein dazu, dass die ausführende Sportlerin ins Schwitzen gerät und ihren Trainingsplan absolviert. Deshalb können Fitness-Clubs wie das Gold&#8217;s Gym als moderne Form der Armenhäuser definiert werden &#8230;</p>
<p>Aber wie trainiere ich richtig? In Bodybuilding-Foren werden oftmals zwei verschiedene Strategien gegenübergestellt: </p>
<p>1. Mit wenig Gewicht und vielen Wiederholungen</p>
<p>2. Mit viel Gewicht und wenig Wiederholungen</p>
<p>Als Empfehlung für schnellen Muskelaufbau wird übereinstimmend Variante 2 empfohlen. Und schnell Muskeln haben will jeder also, so zumindest die Lesart der Bodybuilding-Foren, sollte man ein hohes Gewicht draufpacken und auf Maximalkraft trainieren. Ich halte diesen Ratschlag für absoluten Schwachsinn und kann das auch begründen. Nehmen wir als Zielstellung einmal an, dass die Kandidatin als Trainingsziel den Einstellungstest für die Berufsfeuerwehr bestehen will. Dazu lautet die Anforderung, dass man sich auf einen Kasten legt (sich also flachlegen muss) und dann zieht man 60% seines Körpergewichts genau 10 Mal nach oben. Wer das schafft, hat bestanden.</p>
<p>Analysiert man diese Anforderung ein wenig genauer, kommt man um ein Beispiel nicht herum. Angenommen, die Dame wiegt 70 kg, dann werden auf die Stange 42 kg draufgelegt. Weil die Bewerberin eine Frau ist, und Minderleistung dort besonders honoriert wird, ist der Prüfer tolerant und legt nur 40 kg drauf. Denn die kleinen Gewichte sind alle und außerdem rechnet es sich so leichter. Jedenfalls muss ein 40 kg Gewicht 10 Mal nach oben bewegt werden. So was kommt im harten Feuerwehralltag häufiger vor, wenn nämlich brennende Menschen aus äh brennenden Häusern befreit werden müssen und da sollte man schon mal gut zupacken können (besonders das weibliche Geschlecht). Jedenfalls ist 40 kg mal 10 Wiederholungen = 400 kg. Die Bewerberin muss also eine Last von 400 kg bewegen.</p>
<p>Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird sie an dieser Aufgabe scheitern, sonst würde sie wohl kaum sich auf diesen Test vorbereiten müssen. Denn die Anforderung ist ja gerade das Ziel, auf das man zutrainiert. Aber wie erreiche ich das in optimaler Weise? Bei Computerspielen gibt es dafür immer einen Trainings-Mode, auch als easy bezeichnet. Der ist für Anfänger gedacht, die mit dem Spiel noch nicht so vertraut sind und erstmal ohne Stress nur aus Spaß durch die Levels hüpfen wollen. Bei Turrican II ist standardmäßig so ein Easy-Mode leider nicht vorgesehen, so dass dieses Spiel extrem hard ist. Deshalb gibt es findige Cracker, die einen Trainingsmode eingebaut haben, damit auch Einsteiger mit dem Spiel besser klarkommen. Der Easymode enthält meist mehr Leben, bessere Waffen oder höhere Widerstandskraft und sorgt für anhaltenden Spielspaß. Wenn man Turrican II dann beherrscht, kann man den Schwierigkeitsgrad später hochregeln.</p>
<p>Das heißt im hard-Mode ist die Computerfigur leichter verletzbar also im Grunde schwächer. Sie hat weniger leben, fällt bei kleinen Treffern sofort Tod um und kann nicht so schnell rennen. Deshalb muss der Spieler umso vorausschauender spielen. D.h. der Avatar auf dem Monitor ist schwach, der Mensch vor dem Monitor ist stark. Trotzdem wird dieser Mode als hard bezeichnet, weil es eben schwieriger ist einen schwachen Charakter durch die Level zu bugsieren. Alles klar?</p>
<p>Die Einstellungstests bei der Feuerwehr sind da weniger human. Dort wird rigoros ausgesiebt, wer nicht besteht, ist durchgefallen und kann nach Hause fahren. Das ist ziemlich demotivierend. Besser ist es, JEDEN bestehen zu lassen und die Anforderung an den Bewerber anzupassen und nicht etwa umgekehrt. Aber wie macht man das intelligent? Natürlich, indem man den Einstellungstest etwas modifiziert, also crackt. Zur Erinnerung: Die Anforderung lautet, eine Last mit 400 kg zu bewegen. Und wer das nicht über den Weg 40 kg x 10 schafft, der probiert es eben über die Alternative 20 kg x 20. Und wenn das immernoch zu anspruchsvoll ist, wird das Level weiter reduziert auf jetzt 5 kg x 80. Es ist immernoch das gleiche Gewicht (400 kg) aber man wird dazu länger benötigen. Die Bewerberin bleibt notfalls die ganze Nacht in der Sporthalle und hebt 80-mal die blöde Stange hoch, sonst hätte sie den Test nicht bestanden.</p>
<p>Im Feuerwehralltag ist diese intelligente Verminderung des Gewichtes ebenfalls durchführbar. Wenn man es nicht schafft, einen schweren Karton bis in die 10. Etage zu hieven und muss man eben mehrmals gehen und nimmt jeweils nur einen kleinen Karton &#8230;</p>
<p>Aber ich wollte ja erklären, wie man richtig Bodybuilding macht. Also die Sache ist ganz einfach: Richtiges Training bedeutet, in einem Jahr möglichst viel Gewicht zu heben. Und zwar Gewicht=Masse mal Wiederholungen. Oder anders gesagt, möglichst viel Kraftarbeit in Watt zu verrichten. Wenn man beispielsweise im Fitnessstudio eine 10-KG-Stange nur 10-mal stemmen kann, dann hat man 10&#215;10=100 kg bewegt. Wenn man aber die 7-kg-Stange doppelt so oft heben kann, dann ergeben sich bereits 7*20=140 kg. Und weil 140 kg mehr ist, als 100 kg hat man dadurch viel mehr geleistet. Man sollte also ausprobieren, bei welchem Gewicht man an einem Abend möglichst viel Gesamt-Gewicht bewegt und das dann wählen. Meist ist es geringer als das Maximalgewicht. Und deshalb lohnt es sich auch, mit weniger Gewicht eine höhere Wiederholung durchzuführen. Weil man dadurch letztlich mehr bewegen kann.</p>
<p>Wichtig ist allein die Gesamt-Pumpleistung. Die Strategie richtet sich danach, wie viel Wasser man wegpumpen kann. Wenn man mit einem großen Gewicht nur 100 kg pumpen kann (also 100 Liter) und mit einem kleinen Gewicht plötzlich 140 kg schafft, dann sollte man sich lieber am kleinen Gewicht halten. Den Muskeln ist das ziemlich egal, ob die wachsen oder nicht, spielt ohnehin keine Rolle. Wichtig ist nur die Gesamtleistung. Und diese sollte man nach Möglichkeit maximieren.</p>
<p>Mag sein, dass die Leute das bei der Feuerwehr etwas anders sehen, dort zählt nur die Vorgabe &#8222;40 kg, 10 Mal&#8220; Abweichungen werden nicht geduldet. Aber diese Anforderung ist ohnehin nur fiktiv, weil sie impliziert, dass nach 400 Litern (40&#215;10) der Raum leergepumpt ist, was nicht der Realität entspricht. In den Armenhäusern läuft bekanntermaßen das weggepumpte Wasser erneut wieder in den Raum und muss quasi im Kreis gepumpt werden. Und deshalb ist es notwendig, dass jeder Gefangene möglichst viel Wasser wegpumpt und nicht schon nach 400 Litern sein Tagewerk als erfüllt sieht. Viel höhere Anerkennung bekommen diejenigen, die mit einem Durchgang vielleicht nur eine kleine Menge Wasser rauspumpen, dafür aber konstant die ganze Nacht am Arbeiten sind und so insgesamt anstatt der mickrigen 400 Liter erstaunliche 600 Liter Wasser abpumpen.</p>
<p>Diese Trainingsstrategie habe ich deswegen &#8222;intelligent&#8220; genannt, weil sie sich an dem orientiert wie Frauen im Allgemeinen vorgehen. Die wissen aus Erfahrung, dass sie nicht besonders leistungsfähig sind und deshalb anders an die Dinge herangehen. Männer sind da wesentlich simpler gestrickt. Die gehen immer mit Maximalkraft an Probleme heran, auch wenn der Stein viel zu schwer für sie ist, heben die ihn hoch und heben sich notfalls sogar einen Bruch. Denn Männer sind hart im Nehmen und haben Kraft. Diese Gewalt-Strategie führt dazu, dass bei Konflikten Männer die Ersten sind, die in den Krieg ziehen und so ihre Probleme mit dem Schwert lösen. Frauen sind da wesentlich vorsichtiger. Die heben nicht gleich jeden schweren Stein hoch, sondern versuchen erstmal mit einem Hebel die Effizienz zu steigern. Das Ergebnis ist dadurch zwar nicht so imposant wie bei Herkules, dafür aber meist ausreichend. Und das Risiko sich zu verletzen sinkt außerdem.</p>
<p>MISSERFOLG</p>
<p>In [3] wendet die Kandidatin exakt die von mir empfohlene Strategie an: Sie trainiert mit weniger Gewicht aber dafür mit mehr Wiederholungen. Trotzdem besteht sie den Einstellungstest der Feuerwehr nicht, sie fällt sogar wegen der Kraftübung explizit durch. Was ist schiefgelaufen? Ich würde sagen, der Prüfer hat versagt. Aus meiner Perspektive wäre die Kandidatin im Gegensatz zu der Meinung des Prüfers sehr wohl für den Feuerwehrdienst geeignet, speziell für eine Tätigkeit im Armenhaus, wo sehr viel gepumpt werden muss. Gemeinsames Merkmal der dorthin überwiesenen Baggage ist es ja, dass sie arbeitsentwöhnt ist, also erstmal lernen muss, wie man richtig arbeitet. Ich würde die Frau ins Armenhaus stecken, wo sie mit hoher Wiederholungszahl sehr viel Wasser wegpumpen darf. Dazu ist sie perfekt geeignet. Ihre Eignung definiert sich ja gerade darin, dass sie nicht qualifiziert ist.</p>
<p>Offenbar versucht der Prüfer etwas anderes. Er hat noch nicht ganz verstanden, was eine Feuerwehr in Wahrheit ist. Es ist nämlich eine Verwahranstalt für arbeitsentwöhnte Obdachlose, die wieder an eine regelmäßige Tätigkeit herangeführt werden müssen. Das heißt, das Armenhaus dient dazu, der Unterschicht das Pumpen zu lehren, nicht es vorauszusetzen.</p>
<p>Auch der Typ in [4] der sich absichtlich im Lauftest zurückfallen lässt, um der schwächeren Frau Gesellschaft zu leisten, hat meiner Einschätzung nach den Test bestanden. Der kann der Frau mit den Pudding-Armen dort Gleichmal Gesellschaft leisten. Zusammen werden die dort mit ihrem untrainierten Muskeln eine schöne Menge an Wasser wegpumpen können. Die werden bestimmt sehr viel Spaß beim Gewichtheben haben, eben weil sie nur den Easy-Mode bestehen und sonst nix.</p>
<p>HINWEIS<br />
Dieser Text wurde mit dem Duden Rechtschreibprogramm auf Fehler überprüft. Es lief in LibreOffice und hat sehr fleißig zahlreiche Kommaprobleme entschärft.</p>
<p>QUELLEN</p>
<p>[1] Das 17. und 18. Jahrhundert &#8212; Arbeit als Strafe, http://www.teilhabe-berlin.de/strafe.html</p>
<p>[2] Forumsdiskussion über Einstellungstest bei der Feuerwehr, http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/4064,0.html</p>
<p>[3] Youtube-Video &#8222;Einstellungstest Feuerwehr&#8220;, Gewicht rudern, 40 kg x 20 Wiederholungen, http://www.youtube.com/watch?v=genlobzO4wg</p>
<p>[4] Youtube-Video, Einstellungstest Feuerwehr, Zeitindex 09:50, Ein Mann läuft mit Absicht langsam, um der zurückliegenden Frau beizustehen, http://www.youtube.com/watch?v=Y9dAWcQ7wwU&amp;feature=related</p>
<p>[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftausdauer</p>
<p>[6] Um den Blickwinkel zu erweitern, hier mal eine Youtube-Suche nach der englischen Übersetzung von Kraftausdauer -&gt; &#8222;muscular endurance&#8220;, http://www.youtube.com/results?search_query=muscular+endurance</p>
<p>zu sehen sind Aerobic Videos, d.h. Frauen hören elektronische Musik und stemmen dazu leichte Gewichte. </p>
<p>[7] Hier noch ein kurzer Clip, wo Frauen bei den Enduro-Motocross-Meisterschaften zu sehen sind. Weil die sich mit ihren Maschinen permanent auf die Fresse packen, brauchen sie ihre Armmuskeln um das Motorrad wieder aufzurichten, http://www.youtube.com/watch?v=h3s19jjEeHE</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/641/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=641&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Faule Arbeitslose bei Command &amp; Conquer</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 19:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, wo soll ich nur anfangen. Zunächst einmal vielleicht ein wenig Strategiekunde, um sogleich darauf einzugehen, was mich an den faulen KI Gegnern so alles stört. Natürlich ist die Entrüstung nur gespielt. Doch von Anfang an. Zunächst einmal gibt es &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/10/24/faule-arbeitslose-bei-command-conquer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=638&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, wo soll ich nur anfangen. Zunächst einmal vielleicht ein wenig Strategiekunde, um sogleich darauf einzugehen, was mich an den faulen KI Gegnern so alles stört. Natürlich ist die Entrüstung nur gespielt. Doch von Anfang an.</p>
<p>Zunächst einmal gibt es bei Command &amp; Conquer den Skirmish-Mode, wo man gegen beliebig viele KI Gegner spielen kann. Um den erfolgreich zu bewältigen, ist folgende Vorgehensweise empfehlenswert: Zuerst wird eine Ore-Raffinerie errichtet, dann eine Waffenfabrik, dann wieder eine Ore-Fabrik, dann wieder eine Waffenfabrik. Bis am Ende ungefähr 6 Ore-Raffinerien gebaut sind und 6 Waffenfabriken. Aus Letzteren strömen natürlich im Sekundentakt neue Panzer der Mittelklasse, die die eigene Basis beschützen. Soweit zur Strategie.</p>
<p>Wenn man sich einigermaßen sicher fühlt, kann man den Gegner angreifen. Das geht am einfachsten wie folgt: zuerst braucht man eine mobile Einsatzbasis. Und dann noch einige Panzer zur Bewachung derselben. Die mobile Einsatzbasis schickt man in Richtung feindliches Tiberiumfeld (dort, wo die feindlichen Sammler unterwegs sind). Man errichtet dann sogleich eine zweite Basis und baut massenhaft Flak-Stellungen auf. Um nicht zeitgleich unter Beschuss zu geraten, hat man die Panzer zur kurzfristigen Absicherung mitgebracht. Jedenfalls sollten die Flakstellungen die feindlichen Tiberium-Sammler in kürzester Zeit erledigt haben. Dann ist der Feind erstmal schachmatt gesetzt: ohne Sammler kein Geld und ohne Geld keine Panzer. So einfach ist die Rechnung.</p>
<p>In aller Regel ist dadurch das Spiel bereits entschieden. Hier stehe ich, verfüge selbst über ausreichend Tiberium, und dort steht der Feind, dessen Tiberium-Felder durch meine Flakstellungen blockiert sind. In so einer Situation könnte man leicht ausrufen: Die KI ist zu faul zum Arbeiten. Sie macht nichts mehr, sie baut keine neuen Tiberium-Sammler, sie baut keine neuen Panzer. Kurz: Sie ist im Wartemodus und hat vermutlich sich selbst schon aufgegeben. Angesichts der Übermacht ja auch allzu verständlich.</p>
<p>Überblicken wir doch einmal die IST-Situation: Ich bin extrem gut aufgestellt und der KI-Gegner ist fast ausgeblutet. Seine letzten Einheiten hat er noch mal in eine verzweifelte Schlacht geschickt, und jetzt verfügt er über keinerlei Ressourcen mehr. Im Grunde ist seine Basis sturmreif. Die Kraftwerke, die Waffenfabriken, die Tech-Center stehen nur noch sinnlos in der Gegend rum. Ich könnte jetzt mit meiner übermächtigen Streitmacht einmarschieren und alles platt machen. </p>
<p>„Wieso wehrt sich der Computer nicht?“ „Ist die KI zu faul zum Arbeiten“? „Warum baut die KI nicht einfach einen neuen Tiberium-Sammler, schickt den ins Feld und produziert neue Panzer?“</p>
<p>Die Antwort ist überraschend simpel: weil er es nicht kann. Auch bei Command &amp; Conquer gibt es feste Regeln. Und die lauten, dass es ein Verlierer nicht einfach Zaubern kann, sondern bestimmten Einschränkungen unterworfen ist. Kurz gesagt: es ist selbst mit künstlicher Intelligenz nicht möglich, eine Verlierer-Partie doch noch herumzureißen und in einen Sieg zu verwandeln. Vielleicht gab es diese Möglichkeit noch in der Vergangenheit, aber nun nicht mehr. Der Gegner kann nichts mehr machen, einzig vielleicht noch Zeit schinden und darauf warten, dass ich einen Fehler mache. Echte Siegchancen hat die KI nicht mehr. Und das ist wie bereits erwähnt eine Folge der kompetitiven Spielsituation, die darauf beruht, dem Feind etwas wegzunehmen und ihn dann plattzumachen. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aa5new.wordpress.com/638/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aa5new.wordpress.com/638/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=638&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Welcome Android 4.0</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 18:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Rodriguez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde Android 4.0 vorgestellt. Grund genug für mich, mal wieder den Android Emulator auf einem PC zu starten, um die neuen Features selbst auszuprobieren. Deshalb gibt es hier auch gleich ein paar Screenshots von der neuen Oberfläche. Und im &#8230; <a href="http://aa5new.wordpress.com/2011/10/19/welcome-android-4-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aa5new.wordpress.com&amp;blog=11644195&amp;post=627&amp;subd=aa5new&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<a href='http://aa5new.wordpress.com/2011/10/19/welcome-android-4-0/out-0/' title='out-0'><img data-attachment-id='628' data-orig-size='1303,718' data-liked='0'width="150" height="82" src="http://aa5new.files.wordpress.com/2011/10/out-0.jpg?w=150&#038;h=82" class="attachment-thumbnail" alt="out-0" title="out-0" /></a>
<a href='http://aa5new.wordpress.com/2011/10/19/welcome-android-4-0/out-1/' title='out-1'><img data-attachment-id='629' data-orig-size='1317,732' data-liked='0'width="150" height="83" src="http://aa5new.files.wordpress.com/2011/10/out-1.jpg?w=150&#038;h=83" class="attachment-thumbnail" alt="out-1" title="out-1" /></a>
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<p>Heute wurde Android 4.0 vorgestellt. Grund genug für mich, mal wieder den Android Emulator auf einem PC zu starten, um die neuen Features selbst auszuprobieren. Deshalb gibt es hier auch gleich ein paar Screenshots von der neuen Oberfläche. Und im Gegensatz zu den Mainstream-Medien wie beispielsweise Heise kann ich berichten, dass Android auch auf Tablets läuft. Jedenfalls habe ich diese Auflösung im Android SDK eingestellt und das System einwandfrei gebootet.</p>
<p>Als erstes fällt die extrem langsame Geschwindigkeit negativ auf. Das war ich bereits aus früheren Android Emulator Veröffentlichungen gewohnt. Immerhin läuft im Hintergrund der qemu-Emulator, der auf einem Intel-Prozessor eine ARM-Architektur simuliert. Das hat zu Folge, das jeder Tastendruck, jede Webseite und jede Audiodatei ewig braucht, bis es losgeht. Apropos losgeht: Bevor das Vergnügen starten kann, muss man erstmal Android (die Software) aktualisieren. Der entsprechende Ordner /opt/android-sdk hat auf meiner Festplatte inzwischen schon stolze 1,5 GB, was natürlich aus dem Internet heruntergeladen werden musste. Bei einer Modemverbindung mit 14,4 kbit/s (was schon sehr schnell ist) benötigt dieser Vorgang 231,5 Stunden. Ein wenig Geduld ist also schon vonnöten, wenn man ganz vorne mit dabei sein will.</p>
<p>Ansonsten macht die Android-Oberfläche noch einen sehr unvollständigen Eindruck. Ob das nur an meinem langsamen Rechner liegt oder ein Android-Problem ist, vermag ich nicht zu verifizieren. Fakt ist, den Webbrowser kann ich nicht wieder beenden, weil die Schaltflächen fehlen, die Symbole auf dem Startscreen scheinen nach einem Zufallsalgorithmus aufzutauchen und wieder zu verschwinden und manchmal kommt gänzlich unerwartet eine Fehlermeldung in chinesischen Schriftzeichen auf den Bildschirm. Alles halb so schlimm, wenigstens funktioniert der Kalender tadellos. Und ich hab jetzt richtig Lust bekommen, ein High-End-Tablet zu kaufen, um dort Android 4.0 auf nativer ARM-Hardware zu installieren. Wie das geht, weiß ich leider nicht. Aber Wünsche darf man ja noch haben &#8230;	</p>
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