Akkorde mit Strings

Wie man unter Arch Linux ein wenig die Zeit totschlagen kann, will ich heute erläutern. Zuerst brauchen wir dazu einige Programme:

pacman -S lmms pavucontrol ffmpeg mencoder

Dabei ist lmms das eigentliche Soundprogramm. Pavucontrol und die anderen braucht man, um einen Screencast inkl. Audio zu erstellen. Pavucontrol ist dabei so eine Art Lautstärkeregler, bei dem man “Monitor of Sound” einstellen muss, um die Ausgabe der Soundkarte in den MPEG-Stream aufzunehmen. Hört sich ein wenig kompliziert an, meint aber, dass man kristallklare Musik aufnimmt… Alternativ kann man sich auch einen 3,5 mm Klinkenstecker kaufen um Sound-Out auf Sound-In zu legen und so eine wunderbare Rückkopplung zu erzeugen, was aber diesmal wirklich Sinn macht.

Soweit zu Vorrede, kommen wir jetzt aber zum eigentlichen Klangteppich. Anfangen sollte man am besten mit einer simplen Tonleiter. D.h. wir gehen mit den Tönen rauf und dann wieder runter. Also eine Treppe, 1,2,3,4,5,4,3,2,1. Das hört sich zunächst wenig spektakulär an, deshalb wurden die Akkorde erfunden um einen fetteren Klangraum zu generieren. Dabei werden immer drei Töne auf einmal gedrückt. Das Prinzip der Treppe wird beibehalten.

Um auch mittels Akkorde eine saubere Treppe zu erzeugen, darf man nicht zu viele Stufen auf einmal hochgehen. D.h. von einer Zeiteinheit zur nächsten darf maximal eine Note verändert werden. Das kann man im Youtube-Video vielleicht leichter erkennen, als ich das hier textuell beschreiben kann. Jedenfalls gehe ich zuerst die oberste Note um eins nach oben und lasse die unteren Noten des Akkordes unverändert. Dann hebe ich die unterste Note um 1-2 Stufen an (und wiederum die anderen Noten gleich lassen). So geht es äußerst bedächtig die Tonleiter rauf. So nach 4 Akkorden (können aber auch mehr sein), ziehe ich dann die mittlere Note herauf. Dabei müssen natürlich die oberste und unterste Note gleich bleiben, es findet sozusagen ein Ausjustieren des aktuell erreichten Spielstandes stand. Wenn das geschafft ist, geht es die Tonleiter wieder runter.

Hört man das im Gesamten an, ergibt sich eine schöne abwechslungsreiche Hintergrund-Musik, die zumindest äußerst unaufdringlich daherkommt. Ach so, eines habe ich noch vergessen zu erwähnen, die Strings sind mit dem Lmms Preset “0001 Saw Strings 1.xiz” gemacht, das ist so ein schöner Preset für irgendeinen von diesen verfickten Tongeneratoren.

Irgendwelche Weblinks zu weiterführenden Quellen habe ich diesmal nicht anzubieten. Die meisten Abhandlungen über Musiktheorie sind sowie nur Dreck (vielleicht mit Ausnahme die von Schönberg und Webern, welche zwölfton-Musik gepusht haben).

Falls hier irgendein Experte mitließt, wäre ich hocherfreut zu erfahren, was man denn nach so einer Treppe machen kann? Ich meine, ich kann ja nicht das ganze Musikstück über rauf und runter gehen?

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